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Londons Luxus-Shoppingmeilen zeigen sich von der Wirtschaftskrise unberührt

Auf der Londoner Bond Street und der Sloane Street, zwei der Top-Einkaufsadressen der Welt, wurden in diesem Jahr Rekordwerte bei der Anmietung und Erweiterung von Einzelhandelsflächen registriert, wie der internationale Immobilienberater Cushman & Wakefield (C&W) nun veröffentlichte: 13 Transaktionen über ca. 6.200 m² Einzelhandelsflächen wurden insgesamt an diesen beiden Luxusstandorten erfolgreich abgeschlossen. Dabei sind rund 2.400 m² neue Verkaufsflächen in diesem Jahr zum Flächenbestand hinzugekommen (1.400 m² in der Bond Street und 1.000 m² in der Sloane Street). 

Vor allem Designer-Labels haben nachdrücklich darauf gedrängt, Ladenflächen in diesen Lagen zu vergrößern. Sie reagieren damit auf die gestiegene Nachfrage ihrer Kunden, wollen aber natürlich auch gleichzeitig ihre Profite steigern“, erklärt Inga Schwarz, bei C&W verantwortlich für das Research in Deutschland. „Unter diesem Nachfragedruck kamen 2.415 m² neue Flächen - zumeist durch die Umwandlung von Büro- in Einzelhandelsflächen - auf den Markt. Dennoch liegt das Angebot noch immer weit unter der Nachfrage.“ Sowohl in der Bond Street als auch in der Sloane Street kommen auf ein einziges Flächenangebot zehn Interessenten. Entsprechend liegt die Spitzenmiete derzeit nur knapp unter brutto 1.000 GBP pro Square Foot jährlich, das entspricht brutto 1.148 Euro pro Quadratmeter monatlich.

Besonders aktiv waren italienische Designer, die mit 38 % aller Anmietungsaktivitäten den Markt dominiert haben. Fünf der registrierten 13 Transaktionen wurden von ihnen getätigt, beispielsweise hat Alberta Ferreti ihr Geschäft in der 205-206 Sloane Street von 325 auf 465 m² erweitert, Loro Piana hat in der 47 Sloane Street die Mietfläche des Nachbargeschäfts übernommen, um aus den beiden zusammengelegten Flächen einen Flagship-Store mit ca. 325 m² zu machen, und nicht zuletzt hat Salvatore Ferragamo, 207 Sloane Street, die Mietflächen von Pegasi Investments im ersten Stock übernommen, um seine Verkaufsflächen durch die Umwandlung dieser Büro- in Einzelhandelsflächen auf rund 560 m² zu erweitern. 

Sehr aktiv im Markt unterwegs waren auch Schweizer Labels, die für drei der 13 Transaktionen (23 %) dieses Jahres verantwortlich zeichnen. Dazu zählt auch der Umzug von Ballys von der 116/117 New Bond Street an die Haunummern 45-46. Von den französischen Designern sind zwei an die Top-Adresse gezogen: Marithé Francois Girbaud hat im Februar 2012 in der 107 New Bond Street unterzeichnet - und ist damit ganz neu auf dem britischen Markt - und Tara Jarmon eröffnet demnächst ein ca. 280 m² großes Geschäft in der 119 New Bond Street. Die Londoner Retail-Experten von C&W haben zehn der 13 Transaktionen dieses Jahres vermittelt.

„Londons Luxus-Shoppingmeilen zeigen sich von der noch nicht überwundenen Krise in Großbritannien und auch von den anhaltenden weltwirtschaftlichen Unsicherheiten unbeeindruckt“, kommentiert Schwarz. „Bond Street und Sloane Street halten ihren hohen Status als sogenannte Super-Luxuslagen und die Flächennachfrage ist weiterhin auf Rekordniveau. Für Luxus-Labels ist London ein Standort, an dem sie schlicht präsent sein müssen - allein schon aus Imagegründen. London ist nicht nur ein sogenannter Fashion Hub, sondern vielmehr zieht es einen zahlungskräftigen Käufermix aus internationalen Kunden und Touristen wie auch wohlhabenden Briten in die Bond Street und die Sloane Street.“