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UK bleibt Europas sicherster Standort für Rechenzentren

Deutschland fällt gegenüber dem Vorjahr von Rang drei auf Rang vier  |   Nordeuropäische Staaten dominieren die europäischen Top-Ten  |  USA im globalen Vergleich auf Platz eins

Einer Studie der internationalen Beratungshäuser hurleypalmerflatt, Source8 und Cushman & Wakefield zufolge, ist Großbritannien das zweite Jahr in Folge Europas sicherster europäischer Standort für Rechenzentren.

Der jetzt veröffentlichte Data Centre Risk Index 2013 (DCRI) bewertet die Risikofaktoren, die das erfolgreiche Betreiben von Rechenzentren gefährden könnten. Untersucht wurden diese Faktoren für die 30 wichtigsten Märkte weltweit.

In der Rangliste der weltweit risikoärmsten Standorte belegt das Vereinigte Königreich im zweiten Jahr in Folge den zweiten Platz – direkt hinter den USA – und steht somit an der Spitze der europäischen Vergleichsstädte. Insbesondere die hohe internationale Internetbandbreite und reibungslose Geschäftsabwicklungen verhalfen dem Standort UK dazu, erneut alle anderen europäischen Mitstreiter hinter sich zu lassen.

 

Nordeuropäische Staaten dominieren die europäischen Top-Ten

 

Zu den Gewinnern gehören in diesem Jahr ganz klar die nordeuropäischen Staaten. Die nordischen Länder haben bereits im Vorjahr auf den oberen Plätzen rangiert. Sie haben aber – in erster Linie dank ihrer Vorreiterstellung in der Energiegewinnung aus Wasserkraft und den damit verbundenen geringen Energiekosten – weiter an Attraktivität als Standorte für Rechenzentren gewonnen. Umso weniger überrascht es, dass der Norden Europas die diesjährige internationale Top-Ten dominiert: Schweden, das noch im letzten Jahr auf Platz acht rangierte, belegt in diesem Jahr den dritten Rang, während sich Staaten wie Island (Rang 7), Norwegen (Rang 8) und Finnland (Rang 9) auf den vorderen Plätzen behaupten konnten. Nur ein weiteres europäisches Land hat es unter die Top-Ten geschafft: Deutschland.

Im Vorjahresranking belegte Deutschland noch Rang drei, musste diesen jedoch infolge gestiegener Energiekosten an Schweden abgeben. Der dennoch gute vierte Rang ist, trotz hoher Steuern und Arbeitskosten, der hohen Internetbandbreite, niedrigen Inflationsrate und dem stabilen politischen System geschuldet. Sollte sich Deutschland im Rahmen der aktuellen Energiedebatte hinsichtlich seiner künftigen Elektrizitätsversorgungsinfrastruktur nicht zeitnah festlegen können, wird es – wie auch UK und Italien – mit großer Wahrscheinlichkeit von Skandinavien, das den größten Anteil seiner Energie aus Wasserkraft schöpft, als Standort für Rechenzentren in den Schatten gestellt werden. Die nordischen Länder müssten dafür allerdings erst einmal ihrerseits in bessere Leitungen nach Europa und Nordamerika investieren.

 

Darstellung der Risikolevel für die Standortwahl

 

Rechenzentren betreiben die unternehmenswichtigen IT-Systeme - der kleinste Ausfall kann verheerende Auswirkungen auf den Betriebsablauf von Unternehmen haben, Kundenservice und Betriebseinkünfte sind gegebenenfalls gefährdet. Der Data Centre Risk Index (DCRI) soll Unternehmen helfen, den richtigen Standort für ihr Rechenzentrum zu finden. Jede Investitionsentscheidung sollte dabei sowohl Effizienzsteigerung und Kostenreduzierung zum Ziel haben als auch die Entwicklung von Strategien zur Risikominimierung.

Um die unterschiedlichen Risikolevel darstellen zu können, wurden in der Studie zahlreiche Faktoren berücksichtigt. Dazu zählen insbesondere Energie- und Arbeitskosten, Netzqualität, Reibungslosigkeit von Geschäftsabwicklungen, politische Stabilität sowie die Wahrscheinlichkeit von Naturkatastrophen. Sämtliche Faktoren wurden einer individuellen Gewichtung unterzogen.

 

USA im globalen Vergleich auf Platz eins

 

An der Spitze des diesjährigen DCRI-Rankings konnten sich die USA behaupten, die demnach der risikoärmste Standort für die Errichtung und den Betrieb von Rechenzentren weltweit sind. Hervorzuheben ist die sehr gute Position der USA unter den Top-Drei hinsichtlich der Hauptfaktoren Energiekosten, internationale Internetbandbreite und störungsfreie Abwicklung von Geschäften.

Kanada verharrt auf dem fünften Rang, wohingegen Hongkong seine Position von sieben auf sechs verbessern konnte. Hongkong ist damit der asiatische Standort mit dem niedrigsten Risiko bei der Einrichtung von Rechenzentren.

Inga Schwarz, Leiterin des Researchs von Cushman & Wakefield in Deutschland kommentiert die diesjährigen Ergebnissen: “Das Vereinigte Königreich bleibt der sicherste Standort für Rechenzentren in EMEA und wir verzeichnen dementsprechend eine durchaus rege Geschäftstätigkeit. Nicht zuletzt seiner Rolle als globaler Dreh-und Angelpunkt für die Wirtschaft verdankt UK seine Standortattraktivität in diesem Segment. Im internationalen Vergleich, wo Netzwerklatenz und ordnungspoltische Rahmenbedingungen von geringerer Bedeutung sind, spielen die nordeuropäischen Staaten bereits jetzt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Sie sind höchstattraktive Standorte für die Errichtung von Rechenzentren. Wir gehen davon aus, dass wir in diesen Ländern in den kommenden Jahren mehr Bewegung sehen werden. Die nordischen Länder dürften ihren Marktanteil weltweit ausbauen – so sie denn in bessere Leitungen nach Europa und Nordamerika investieren. Sollte dies versäumt werden, werden Deutschland, die Niederlande und UK weiterhin die aktivsten Standorte in Sachen Rechenzentren in Europa bleiben.“