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Globales Investmentvolumen steigt 2014 auf fast eine Billion Euro

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Steigerung des Investmentvolumens um 13 % prognostiziert I Höchstes Investmentvolumen seit 2007 I Grenzüberschreitende Investitionen stiegen um fast 25 % I Regionale Trends: Investmentvolumina stiegen in allen Großregionen I Der asiatisch-pazifische Raum mit starkem Wachstum I Lateinamerika: Mexiko wird zum Wachstumsmarkt I Fulminanter Jahresendspurt in Nordamerika I EMEA übertrifft Vorjahresergebnis um 23 %


Das Investmentvolumen in gewerbliche Immobilien belief sich im Jahr 2013 weltweit auf 1,18 Billionen US-Dollar (859 Milliarden Euro). Dies entspricht einem Anstieg um 22,6 % gegenüber dem Vorjahr. Damit wurde das höchste Investmentvolumen seit 2007 registriert. Zu diesem Ergebnis kommt das Immobilienberatungsunternehmen Cushman & Wakefield (C&W) in seinem heute veröffentlichen International Investment Atlas 2014.

Im vergangenen Jahr wurde weltweit ein Kurswechsel auf den Immobilieninvestmentmärkten beobachtet: Die Marktaktivität hat in der Breite angezogen, die Immobilienwerte tendieren in vielen Märkten wieder nach oben, das Geschäftsklima hat sich generell erholt und darüber hinaus ist in den meisten Ländern die Liquidität gestiegen. Getragen von diesen sich positiv entwickelnden Parametern sind die Renditen im Jahresverlauf 2013 wieder auf Vorkrisenniveau gesunken.

Für das laufende Jahr 2014 prognostiziert C&W einen Anstieg des globalen Investmentvolumens um 13 % auf 1,33 Billionen US-Dollar (968 Milliarden Euro). Treiber dieser Entwicklung dürften in erster Linie die Investmentmärkte in den USA und in Westeuropa sein.
David Hutchings, Head of EMEA Investment Strategy, erläutert: „Wir haben ein starkes Jahresende 2013 gesehen, das von größerem Vertrauen und steigender Liquidität getragen wurde. Diese positive Entwicklung sollte sich 2014 fortsetzen und noch an Schwung gewinnen, denn wir erwarten stabilere Mietermärkte, eine steigende Nachfrage nach Investmentprodukten und neue Finanzierungsquellen. Diese Kombination sollte für mehr Bewegung auf den Investmentmärkten und so auch für steigende Preise sorgen.“


Grenzüberschreitende Investitionen stiegen um fast 25 %


Grenzüberschreitende Investitionen, so genannte Cross-Border-Investments, stiegen im Jahr 2013 weltweit um 24,3 %, während sich das Wachstum der inländisch getätigten Investitionen auf 22,3 % belief. Damit hatten grenzüberschreitende Investitionen im Jahr 2013 einen Marktanteil von 17,6 %.

Der Charakter der Cross-Border-Investments verändert sich jüngst wesentlich: Waren Anlagestrategien vormals hauptsächlich auf die jeweilige Großregion konzentriert, so treten nun verstärkt global agierende Investoren auf. Während intraregionale Investitionen 2013 um 13 % stiegen, wurde für interregionale Investitionen ein Wachstum von 36 % registriert – getragen in erster Linie durch starke Investitionsströme in die Region EMEA.

Internationales Kapital stammte 2013 vornehmlich aus dem asiatisch-pazifischen Raum. Anleger aus dieser Großregion haben 40 % aller grenzüberschreitenden Investitionen getätigt, die Mehrheit floss jedoch in asiatische Märkte. Auf globaler Ebene agierten in erster Linie nordamerikanische Investoren, die 43,8 Milliarden US-Dollar außerhalb ihrer Großregion investierten. Ihr Marktanteil an interregionalen Investitionsströmen belief sich damit auf 43 %.
An Bedeutung als globale Investoren gewinnen jüngst vornehmlich asiatische Investoren. Sie haben ihr Investmentvolumen außerhalb ihrer Großregion um 88 % gesteigert, Investoren aus dem nahen und mittleren Osten gar um 96 %. Demgegenüber stieg das Engagement nordamerikanischer Investoren außerhalb der Region Amerika nur um 23 %, während Europas Anleger ihr außereuropäisches Engagement kaum weiter ausbauten. C&W prognostiziert, dass Asien in naher Zukunft Nordamerika als wichtigste Quelle globalen Kapitals ablösen wird.

Auffällig war 2013 das um 44 % gestiegene Anlagevolumen nordamerikanischer Investoren innerhalb ihrer Region. Dieser Trend wurde in erster Linie vom starken kanadischen Engagement in den USA getragen. Anders die Entwicklung innerhalb Europas: Das Volumen innereuropäischer Investitionen sank 2013, was dem stärkeren Fokus auf die Heimatmärkte wie auch der verstärkten Konkurrenzsituation mit global agierenden Investoren geschuldet war.

Pensionsfonds wie auch Staatsfonds haben ihren Anlagefokus ganz klar auf EMEA ausgerichtet. 59 % ihres Gesamtinvestitionsvolumens wurde 2013 in EMEA platziert (ohne Grundstückskäufe und ohne Wohnportfolios), 28 % in Amerika und 13 % in Asien. In der Anlagegunst ganz oben: die USA und Großbritannien.

Regionale Trends: Investmentvolumina stiegen in allen Großregionen


Die Großräume Amerika, EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) und Asien haben sich 2013 sämtlich positiv entwickelt. Sehr unterschiedlich fiel hingegen die Entwicklung innerhalb der Regionen aus: so stand dem Wachstum in China, Japan und Australien ein Rückgang des Investmentvolumens in Taiwan, Indien, Südkorea, Hongkong und Thailand gegenüber. Zwar präsentieren sich auch die europäischen Märkte in sehr unterschiedlicher Verfassung, überraschenderweise fiel das Wachstum jedoch deutlich breiter aus als prognostiziert. Wie erwartet, waren die Märkte in Großbritannien und Deutschland die maßgeblichen Treiber der Entwicklung in der EMEA-Region, doch auch für Russland, Italien, Spanien, die Niederlande und Belgien wurden wesentliche Anstiege der Investmentvolumina registriert. Letzteres gilt auch für die Vereinigten Arabischen Emirate, Israel, Südafrika, den Nahen Osten und ausgewählte afrikanische Märkte. Demgegenüber bewegten sich die Märkte in Frankreich, Schweden und Polen auf Vorjahresniveau, während die Märkte in Norwegen, der Schweiz und in Dänemark an Aktivität einbüßten.

Erstmals seit dem Jahr 2009 haben die Märkte des amerikanischen Kontinents nicht die Rolle des globalen Investmentmarktmotors übernehmen können, obwohl das Jahresergebnis in den USA sehr stark ausfiel, für Mexiko ein wesentlicher Investmentanstieg und für Kanada eine stabile Marktentwicklung verzeichnet wurde. Ausschlaggebend waren sinkende Investmentvolumina in Brasilien und in vielen kleineren Märkten wie Argentinien.

David Hutchings ergänzt: „Die Kernmärkte bleiben im Fokus der Nachfrage, aber auf der Suche nach attraktiven Produkten, Renditen und Wertsteigerung haben die Investoren bereits 2013 ihr Visier geöffnet. Ausgewählte Wachstumsmärkte in Asien, amerikanische Großstädte und die südeuropäischen Märkte waren für viele potenzielles Investitionsziel und dürften dies auch 2014 bleiben. Wir gehen hier entsprechend von einer weiteren Marktbelebung aus. Vor allem für die USA prognostizieren wir ein starkes Investmentjahr 2014. Nachfrage- und Angebotsparameter deuten auf ein starkes Wachstum in den US-Märkten hin, das auch verstärkt internationales Kapital anziehen dürfte. Mit der Rückkehr der CMBS dürfte sich auch die Situation auf den Finanzmärkten verbessern.“

Der asiatisch-pazifische Raum mit starkem Wachstum


Der asiatisch-pazifische Raum hat im Vergleich der Großregionen 2013 den stärksten Investmentanstieg verzeichnen können. Gegenüber dem Vorjahr stieg das Investmentvolumen um 25 % auf 568,8 Milliarden US-Dollar (413,9 Milliarden Euro). Dies entspricht einem Anteil am globalen Investmentvolumen von 48 %. Grundstückskäufe in China haben wesentlich zu diesem starken Ergebnis beigetragen. Rund 397 Milliarden US-Dollar (289 Milliarden Euro) sind in dieses Segment geflossen (+37 % gegenüber 2012), das somit 34 % des globalen Investmentvolumens 2013 auf sich vereinigte.

Vor dem Hintergrund einer sich weiter erholenden Weltwirtschaft und steigender Investmentnachfrage aus der Region wird für die asiatisch-pazifischen Märkte eine robuste Entwicklung im Jahr 2014 erwartet. C&W prognostiziert in seinem International Investment Atlas für das laufende Jahr einen Anstieg des Investmentvolumens um 7 bis 8 %.

Lateinamerika: Mexiko wird zum Wachstumsmarkt


In Lateinamerika fiel das Anlagevolumen gegenüber dem Vorjahr um 13 % auf 5,7 Milliarden US-Dollar (4,2 Milliarden Euro). Das Marktgeschehen verlangsamte sich insbesondere in der zweiten Jahreshälfte. Der Rückgang des Investmentvolumens ist in erster Linie auf das stark gesunkene Engagement globaler Investoren zurückzuführen. Ausländische Investments sanken 2013 um 61 % und der Marktanteil internationaler Anleger belief sich dementsprechend nur noch auf 21 %. Der Anstieg heimischer Investments um 38 % konnte diesen Rückgang nicht kompensieren.

Während das Investmentvolumen in Brasilien drei Quartale in Folge rückläufig war, wurde starke Investmentaktivität für Mexiko registriert. Neue REIT-Vehikel und ein hohes Anlagevolumen im industriellen Sektor waren Motor für ein starkes Investmentjahr in Mexiko.

Das anhaltend hohe Interesse seitens nordamerikanischer und chilenischer Investoren wie auch einige größere Investmenttransaktionen unterstreichen jedoch das Vertrauen der Investoren in das langfristige Potenzial der lateinamerikanischen Märkte.

Nordamerika: Investmentvolumen steigt 2014 um 20 %


Die Märkte in Nordamerika blicken auf das umsatzstärkste Quartal seit 2007 zurück. Ein fulminanter Jahresendspurt hat das Investmentvolumen auf 359 Milliarden US-Dollar (261 Milliarden Euro) steigen lassen: Ein Plus von 19 % gegenüber dem Vorjahr und ein Marktanteil von 30 % am globalen Investmentvolumen. Treiber der Entwicklung waren einmal mehr die USA, während der kanadische Investmentmarkt auf 2012er Niveau verharrte. Zwar war die Nachfrage nach kanadischen Immobilien ungebrochen hoch, doch standen ein begrenztes Angebot und hohe Immobilienpreise einer weiteren Ausweitung des Investmentvolumens entgegen.

C&W prognostiziert für die nordamerikanischen Märkte einen Anstieg des Investmentvolumens um 20 % im laufenden Jahr. Vor dem Hintergrund einer erstarkenden Wirtschaft und sich weiter erholenden Immobilienmärkten dürften die USA Motor der Weltwirtschaft bleiben. 

 

EMEA: Anstieg des Investmentvolumens 2014 um 12 bis 13 % prognostiziert


Ein starkes viertes Quartal 2013 hat das Investmentvolumen in EMEA auf ein Sechsjahreshoch von 246,3 Milliarden US-Dollar (179,3 Milliarden Euro) steigen lassen. Damit wurde das Vorjahresergebnis um 23 % übertroffen.

Die mit Abstand wichtigste Entwicklung in EMEA war die Markterholung außerhalb der Kernmärkte. Mit einem Anstieg des Investmentvolumens um 107 % waren die südeuropäischen Märkte ganz klar Motor dieser Entwicklung. Doch auch die Kernmärkte können auf ein starkes Jahr 2013 zurückblicken. Die weiterhin hohe Core-Nachfrage in Kombination mit besseren Finanzierungsmöglichkeiten hat die Investmentvolumina in Europas Top-3-Märkten Deutschland, Frankreich und Großbritannien um 24 % steigen lassen. Die Top-3 vereinigten somit 66 % des EMEA-Investmentvolumens auf sich. Während Core-Investoren weiterhin das Marktgeschehen dominierten, haben auch opportunistische Investoren und ausländische Investoren wesentlich zur Renaissance der europäischen Märkte beigetragen.

Für das Jahr 2014 prognostiziert C&W einen Anstieg des Investmentvolumens um 12 bis 13 % in der Region EMEA. „Die europäischen Märkte haben im vergangenen Jahr deutlich Fahrt aufgenommen und wir verzeichnen europaweit eine sehr hohe Marktaktivität. Die Nachfrage nach Investmentprodukten steigt weiter, was nicht zuletzt auf die verstärkte Anlagetätigkeit institutioneller und ausländischer Investoren zurückzuführen ist“, kommentiert Jan-Willem Bastijn, Head of C&W EMEA Capital Markets. „Verbesserte Finanzierungsmöglichkeiten in Kombination mit gesunkenen Angebotspreisen lassen die Nachfrage wesentlich ansteigen. Während wir in vielen Märkten weiterhin eine klare Core-Ausrichtung registrieren, steigt generell die Finanzierungsbereitschaft. Die Finanzierungskonditionen haben sich langsam, aber dennoch deutlich verbessert und die Bereitschaft, schnell am Markt zu agieren und kurzfristig zu investieren ist hoch. Diese Entwicklung hat insbesondere zum Nachfrageanstieg bei Portfolio-Transaktionen geführt.“

„Der deutsche Investmentmarkt blickt auf eines seiner stärksten Jahre zurück. Mit einem Investmentvolumen von 30,6 Milliarden Euro war es nach 2007 und 2006 das drittstärkste Anlagejahr überhaupt. Gegenüber dem Vorjahr stieg das Investmentvolumen um 20,3 %. Der Marktanteil ausländischer Investoren belief sich dabei aufgrund der starken nationalen Bieterkonkurrenz auf 33 %. Im Vorjahr waren es noch 41 %“, erklärt Inga Schwarz, Head of Research Germany. „Wir gehen davon aus, dass der deutsche Markt weiterhin von sehr hoher Dynamik geprägt sein wird. Die Investoren wissen die Stabilität des deutschen Marktes und die guten wirtschaftlichen Aussichten zu schätzen. Deutschland dürfte weiterhin als sicherer Hafen gelten und ganz oben in der Gunst der Investoren stehen. Entsprechend gehen wir für 2014 von einer weiteren Steigerung des Investmentvolumens und so einem Jahresergebnis jenseits der 30 Milliarden Euro aus.“

Globaler Ausblick


Das aktuelle makroökonomische Umfeld deutet auf eine anhaltend hohe Nachfrage nach Immobilien als Anlageprodukt hin. Gestützt von verbesserten Finanzierungsmöglichkeiten, einer prognostizierten Angebotsausweitung und einer steigenden Zahl von risikoaffinieren Investoren und Projektentwicklern sollte das globale Investmentvolumen 2014 weiter steigen. Cushman & Wakefield prognostiziert ein Wachstum des Investmentvolumens um 13 % auf 1,33 Billionen US-Dollar (968 Milliarden Euro). Treiber der Entwicklung dürften die USA und die Märkte in Westeuropa sein.