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Immobilieninvestments: Afrikanische Schwellenländer punkten mit geringsten Risiken

Hohe Transparenz, wenig bürokratische Hürden, schnelle Abwicklung von Immobilientransaktionen – das zeichnet den Immobilienmarkt in Botswana aus. Damit erreicht das afrikanische Land den ersten Platz auf einem Risikoindex für Schwellenländer, den das internationale Immobilienberatungsunternehmen Cushman & Wakefield (C&W) jetzt veröffentlichten hat. Unter den ersten zehn von 42 untersuchten Ländern ist Afrika sieben Mal vertreten: Botswana, Südafrika, Sambia und Ghana belegen die ersten vier Ränge, Algerien und Tunesien folgen auf den Plätzen sechs und sieben.

IWF prognostiziert Wachstum von fünf Prozent

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die Wachstumsrate in Afrika für 2014 bei vier Prozent, im kommenden Jahr sollen sogar fünf Prozent erreicht werden. Eine mangelnde Infrastruktur bleibt für viele Industrie- und Dienstleistungsbranchen das Sorgenkind. Nach allgemeiner Einschätzung können die dafür benötigten hohen Ausgaben kaum von staatlicher Seite aufgebracht werden. Es wird erwartet, dass Partnerschaften zwischen öffentlicher Hand und privatwirtschaftlich organisierten Unternehmen (Private Public Partnerships) zunehmend die Lücke füllen.

Die Immobilienmärkte haben sich laut Cushman & Wakefield in ganz Afrika entwickelt, dabei zeigt jeder Markt seine eigenen Ausprägungen. Die Bandbreite ist groß, sowohl beim Flächenangebot als auch in der Qualität der Gewerbeflächen.

Die Nachfrage internationaler Unternehmen, die in Afrika aktiv werden wollen und geeignete Gewerbeflächen benötigen, ist in den letzten Jahren gestiegen.

Die vier besten Länder

Auf einer Skala von 0 bis fünf (= ausgezeichnet) bewertet C&W im Report „Emerging Markets“ die Bereiche Markttransparenz, Möglichkeiten des Immobilienerwerbs und Vermietungschancen, die Transaktionsgeschwindigkeit und den Bürokratie-Level. Botswana erzielt in allen Kategorien Werte zwischen vier und fünf, auch beim Thema Sicherheit punkten die Afrikaner. Der Hauptmarkt für Gewerbeimmobilien liegt in der Hauptstadt Gaborone, es herrscht eine robuste Nachfrage von Seiten internationaler Unternehmen. Die Erschließung neuer Gewerbeflächen führt allerdings zur Spaltung des Marktes. So steht die Nachfrage nach neuen Flächen im Fokus, dagegen sind Nachvermietungen schwer zu realisieren. Den Immobilienmarkt beherrschen lokale Anbieter.

In puncto Immobiliensicherheit führt Südafrika das Ranking an: Rund um Johannesburg, Kapstadt und Durban befinden sich die am weitesten entwickelten Immobilienmärkte des Kontinents; in der Hauptstadtregion ist die Nachfrage am stärksten. Im gesamten Land hat der Büromarkt seine leichte Erholung fortgesetzt, die Flächennachfrage zieht an, Leerstandsquoten gehen etwas zurück, auch wenn das Angebot hoch bleibt. Der Weg kann nach Ansicht von Cushman & Wakefield in beide Richtungen gehen, abhängig vom Vertrauen in die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Die jüngsten Wachstumsraten waren schleppend, die Nachfrage multinationaler Anleger blieb stabil und auf hochwertige Immobilien ausgerichtet. Bei einem wirtschaftlichen Rückgang könnten die Preise unter Druck geraten.

In Sambia konzentrieren sich die geschäftlichen Aktivitäten auf die Hauptstadt Lusaka. Der afrikanische Binnenstaat gehört zu den am weitesten entwickelten Immobilienmärkten in Afrika. Im C&W-Index steht er auf Platz drei mit einer überdurchschnittlichen Bewertung in allen fünf untersuchten Bereichen. Gefragt ist der Standort unter Banken- und Kommunikationsdienstleistern, neue Gewerbeimmobilien lassen sich schnell vermieten. Weiteres Wachstum hängt stark von den Marktpreisen für Kupfer, dem tragenden Wirtschaftssektor Sambias ab. Private und institutionelle Anbieter sind gleichermaßen in der Immobilienbranche aktiv.

Bürokratische Hürden (Level 2 von 5 auf der Skala) setzen Ghana auf den vierten Platz der afrikanischen Länder im Risikoindex von C&W. Regionale Organisationen wie SSNIT, private Eigentümer und Auslands-Institutionen teilen den Immobilienmarkt unter sich auf. Das Geschäft konzentriert sich auf die Hauptstadt Accra. Die extreme Verkehrsbelastung in der Innenstadt hat zur Bautätigkeit in den Außenbezirken rund um den internationalen Flughafen geführt. Der 20.000 m² große One Airport Square soll bis Ende des Jahres eröffnet werden. Die jüngsten Währungsturbulenzen haben zur wirtschaftlichen Stagnation geführt; die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.

Kein Investment ohne Sicherheitskonzept

Afrika hält nicht nur die Perlen für Investoren bereit, auch die Schlusslichter auf dem Risikoindex sind afrikanische Länder. Insgesamt ist der Kontinent unter den letzten zehn fünfmal vertreten, Libyen und Angola nehmen die beiden letzten Plätze ein, instabile politische Verhältnisse, mangelnde Rechtssicherheit und hohe Sicherheitsrisiken führen zur Abwertung. Multinationale Unternehmen aus dem Energiesektor, für die beispielsweise ein Engagement in Libyen unerlässlich ist, reißen sich um die wenigen Immobilien mit dem höchsten Sicherheitsstandard. Unternehmen, die in unsicheren Staaten aktiv werden, empfiehlt C&W frühzeitig Sicherheitskonzepte für Gebäude und Anlagen, Mitarbeiter und Unternehmensdaten zu erstellen. Innenpolitische Spannungen bieten ein Einfalltor für Terrorismus und andere Verbrechen wie Kidnapping oder Piraterie. Datensicherheit wird bei zunehmend globaler Aktivität von Unternehmen immer wichtiger.