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Europäische Asset-Manager halten Non-Core-Immobilien-Exposure in Höhe von 264 Mrd. Euro

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Dem EMEA Corporate Finance-Team des internationalen Immobilienberaters Cushman & Wakefield (C&W) zufolge haben Asset-Management-Unternehmen in Europa ein Immobilien-Exposure im Non-Core-Segment in Höhe von fast 264 Mrd. Euro. Diese Einschätzung veröffentlichte das Unternehmen nun in seinem neuesten Bericht „European Real Estate Loan Sales Market".

Cushman & Wakefield analysierte zehn europäische Asset-Management-Unternehmen, um den Brutto- bzw. Nominalwert ihres Exposures in Non-Core-Immobilien zu bestimmen und somit einzuschätzen, welche Kreditgrößen für Gewerbeimmobilien und welche Verkaufszahlen für Eigentumsimmobilien in den nächsten Jahren zu erwarten sind.

Die Zahlen des Berichts beziehen sich auf die Nominalwerte der Darlehen für europäische Geschäftsimmobilien, Wohnbauhypotheken und Eigentumsimmobilien, die im Auftrag europäischer Regierungseinrichtungen gehalten und zum Schutz nationaler Banken liquidiert werden.

Insgesamt halten europäische Asset-Manager das Non-Core-Immobilienbruttovermögen von ca. 264 Mrd. Euro, das nach Wertberichtigung einen Gesamtnettobetrag von ca. 173 Mrd. Euro beträgt. Die Asset-Management-Unternehmen haben ca. 45 % Anteil am Gesamt-Exposure europäischer Finanzeinrichtungen, woraus sich eine Schlüsselrolle sowohl im jetzigen als auch im zukünftigen Klima des Schuldenabbaus ableiten lässt.

Für das Jahr 2014 hat Cushman & Wakefield bis dato abgeschlossene Kredite für Geschäftsimmobilien und Transaktionen für Eigentumsimmobilien im Volumen von 54,9 Mrd. aufgezeichnet - mehr als die in den Jahren 2012 und 2013 zusammengerechnete Volumen. Mit den 30,8 Mrd. Euro, die sich derzeit in Transaktionsverhandlungen befinden und den in diesem Jahr noch geplanten Verkäufen im Volumen von  den 24 Mrd. Euro wird das Gesamtvolumen 2014 voraussichtlich die 60-Milliarden-Euro-Grenze überschreiten.

Weitere Highlights des Berichts sind:

  • Gehalten werden fast 40 % des gesamten Non-Core-Immobilienbruttovermögens von Asset-Management-Unternehmen mit Bezug zu Spanien, überwiegend zur SAREB, der spanischen „Bad-Bank“, die gegründet wurde, um notleidende Kredite aufzukaufen.
  • 51 % des aktuellen Exposures von Non-Core-Immobilien von Assetmanagern sind durch Vermögen aus Wohnimmobilien und weitere 31 % durch Vermögen aus Geschäftsimmobilien gesichert. 
  • Europäische Asset-Management-Unternehmen haben bislang einen Schuldenabbau von 96,7 Mrd. Euro erzielt, was ca. 27 % des ursprünglichen Gesamt-Exposures entspricht.
  • Die Assetmanager werden die nächsten fünf bis zehn Jahre weiterhin Schulden abbauen; allein für 2015 wird mit einem voraussichtlichen Schuldenabbau von 40 Mrd. Euro gerechnet. Das Vereinigte Königreich dominiert mit 37 % abgeschlossenen Transaktionen weiterhin den Markt, es folgen Spanien und Irland jeweils mit 25 % und 21 %.
  • Im dritten Quartal 2014 stiegen die Weiterverkäufe von "Mega-Deals" wie auch die Anzahl der Verkäufe durch Banken. 
  • Durch den Erwerb von 76 % aller europäischen Kredite für Gewerbeimmobilien und Verkäufe von Eigentumsimmobilien stehen private Equity-Firmen weiterhin im Mittelpunkt des Geschehens.

Frank Nickel, Executive Chairman EMEA von Cushman & Wakefields Corporate-Finance-Geschäft, sagte dazu: "Während Großbritannien, Spanien und Irland weiterhin die Investmentlandschaft beherrschen, ziehen neue geographische Gebiete erstmals globales Kapital an — ein Trend, der mit der laufenden Qualitätskontrolle zusammenhängt, die mit dem Schuldenabbauprozess einhergeht. Allerdings werden Investoren im Hinblick auf neue Märkte vorsichtig bleiben, da das Rechtssystem eines Staates ein ausschlaggebender Investitionsfaktor bleibt."

Cushman & Wakefields Head of EMEA Loan Sales, Federico Montero, ergänzt: “Viele europäische Banken werden endlich den Tatschen ins Auge sehen müssen. Wenn sie problematische Aktiva haben, werden sie diese in den anstehenden Stresstests neu einordnen müssen, was wiederum wegen Kapitalbedarf zu der einen oder anderen Herausforderung führen wird. Mit dem eindeutigen Erfolg der irischen und spanischen Assetmanagern, werden andere europäischen Regierungen vielleicht mit der Errichtung von Asset-Management-Unternehmen nachziehen, um Non-Core-Exposures zu handhaben.

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