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Teuerste Einkaufsstraße der Welt: New York verdrängt Hongkong

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Cushman & Wakefield mit Report über Shoppingmeilen 2014/2015


Die New Yorker Upper Fifth Avenue ist einmal mehr die teuerste Einkaufslage der Welt. Aktuell werden hier monatliche Spitzenmieten von 2.485 Euro pro Quadratmeter erzielt. Damit hat die Upper Fifth Avenue Hongkongs Causeway Bay mit monatlichen Spitzenmieten von 1.942 Euro/m² Monat (-6,8 % im Vergleich zum Vorjahr) auf den zweiten Platz im globalen Ranking verwiesen. Die Pariser Champs Élysées, auf Platz drei im Ranking, legten um 6 % zu. Das sind die Highlights aus dem Report über die Top-Shoppingmeilen weltweit („Main Streets Across the World“), den das internationale Immobilienberatungsunternehmen Cushman & Wakefield (C&W) nun veröffentlichte. Der Report gilt als Barometer für den Markt. Er listet die teuersten Einkaufsstraßen in 330 Einkaufsmetropolen in 65 Ländern auf.

Weltweite Erholung setzt sich fort

Weltweit stiegen die Mieten in Top-Einkaufslagen zwischen Oktober 2013 und September 2014 um durchschnittlich 2,4 %. Die Erholungsphase setzte sich somit fort, verlief allerdings langsamer als noch im Vorjahr: Mancherorts machte sich ein volatiles Geschäftsklima bemerkbar, andere Märkte erfuhren strukturelle Veränderungen. Obwohl in den vergangenen zwölf Monaten Mietpreissteigerungen insgesamt moderater ausfielen, kann doch für 277 von 330 analysierten Standorten ein Anstieg der Spitzenmiete oder zumindest eine Seitwärtsbewegung vermeldet werden.

* Um die Bedeutung der Teilmärkte herauszuarbeiten, wurde dieses Jahr die New Yorker Fifth Avenue nach Upper und Lower Fifth Avenue unterteilt.  |  Quelle: Main Streets Across the Word 2014/2015, Cushman & Wakefield


Höchste Einzelhandelsmiete aller Zeiten in den USA

Das Ranking der teuersten Einkaufsmeilen diverser Länder zeigt signifikante Veränderungen: Für die Upper Fifth Avenue wurde eine Rekordmiete von 2.485 Euro/m²/Monat registriert. Die Upper Fifth Avenue hat damit Hongkongs Causeway Bay auf den zweiten Platz verdrängt, hier fielen die Mieten um 6,8 %.

„New York ist zurück auf Platz eins“, kommentiert John Strachan, bei Cushman & Wakefield weltweit verantwortlich für das Retail-Segment. „Seit 2011 setzt die Upper Fifth Avenue erstmals wieder eine Rekordmarke und weist das höchste Mietniveau aus, das es jemals im Einzelhandel gab. Die absoluten Top-Lagen weltweit, die so genannten Global Gateway Markets, haben weiterhin die Nase vorn. Hier kämpfen die großen Marken um die besten Adressen.“

Obwohl es nach der Mietpreissteigerung um 40 % im Vorjahr nun keine Veränderung der Spitzenmiete gab, behalten die Pariser Champs Élysées ihren dritten Platz. Es folgt London mit der New Bond Street, wo die Spitzenmiete um 4,2 % anstieg. Mietpreissteigerungen um 25 % haben die Pit Street Mall, Sydney, von Platz acht auf Platz fünf klettern lassen. Zurückzuführen ist dies auf das Engagement internationaler Einzelhändler, die sich in den letzten sechs Monaten größere Flächen sicherten.

Der amerikanische Kontinent verbuchte mit 5,8 % das stärkste Wachstum im Spitzensegment und erreichte damit dieselbe Steigerung wie schon 2012/2013. Die USA und Mexiko waren die Treiber des Wachstums, während sich Brasilien als Wachstumsbremse erwies. Matt Winn, C&W-Manager für den Retail-Bereich auf dem amerikanischen Kontinent, erläutert: „Erfreuliche Wirtschaftsnachrichten und gesunde Einzelhandelsdaten wirken sich auf den US-Markt aus, Top-Mieten kletterten bis September um beeindruckende 10,6 %. Hohe Einzelhandelsnachfrage gepaart mit robusten Touristenzahlen stützt die Expansion im ganzen Land. Dabei profitieren die internationalen Gateways Los Angeles, San Francisco und New York mit zweistelligen Wachstumsraten am stärksten.“

Hongkong fällt zurück - Eingeschränktes Wachstum in Asien-Pazifik

Ein eingeschränkteres Wachstum um 3,6 % verzeichnete die Asien-Pazifik-Region. Der traditionell lebhafte Markt in Hongkong zeigt sich durch den Rückgang der Einzelhandelsausgaben und einen geringeren Anstieg der Touristenzahlen schwächer. Dazu bemerkt James Hawkey, Chef des Retail-Bereichs Asien-Pazifik bei C&W: „Die geringere Konsumneigung drückte auf den Einzelhandel, Luxusmarken verhielten sich vorsichtig; es gab wenig neue Uhren- und Schmuckläden, die Geschäfte waren hier rückläufig. Führende Einzelhändler berichteten von schlechterem Urlaubsgeschäft und verhielten sich abwartend. Die Bürgerrechtsbewegung „Occupy Central“ beeinflusst seit September ebenfalls den Einzelhandel. Besonders trifft das die Causeway Bay und Mong Kok, die durch Verkehrsblockaden betroffen sind.“

EMEA moderat - München bleibt deutscher Vorzeigestandort

Die Märkte in der EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika) präsentierten sich insgesamt fester und auf dem Weg der Besserung. Insbesondere Lagen, für die über einen längeren Zeitraum fallende Mieten zu beobachten waren, stabilisieren sich nun. Die Spitzenmieten sind in Europa im Durchschnitt um 2,3 % gestiegen. Damit lag das Wachstum auf Vorjahresniveau. Insgesamt lag der Anstieg in der EMEA-Region 2013/2014 allerdings nur bei 1,3 %, was auf den starken Einbruch im Nahen Osten zurückzuführen ist.

„Die europäischen Gateways blühen und auch die sich entwickelnden Märkte verbuchen eine höhere Nachfrage“, erklärt Justin Taylor, C&W-Chef für den Einzelhandel in der EMEA-Region. „Länder wie Portugal, Irland, Spanien und Griechenland, die scharfe Einbrüche zu verzeichnen hatten, zeigen im Berichtszeitraum ein deutliches Wachstum. In den Kernmärkten Großbritannien, Frankreich und Deutschland ist die Anmietungstätigkeit - speziell in den Top-Lagen - weiterhin hoch. In London und Paris trifft die überaus hohe Nachfrage von Luxusmarken auf ein immer geringeres Angebot. Das hat Einfluss auf Mieten in den Top-Lagen. Neumieter zahlen hohe Prämien, um sich bevorzugte Lagen zu sichern. Die Türkei kehrt ins Rampenlicht zurück: Hohe Konsumneigung, eine wachsende Mittelschicht, ein höherwertiges Flächenangebot und der Einstieg etlicher internationaler Einzelhandelsmarken sind zu vermerken.“

Deutschland schafft es mit München in die Bestenliste der weltweiten Shoppingmeilen: Die Spitzenmiete in der Kaufingerstraße liegt bei 365 Euro/m²/Monat. Obwohl die Spitzenmiete im Jahresverlauf um 1,4 % gestiegen ist, fiel der deutsche Vorzeigestandort gegenüber dem Vorjahreszeitraum um einen Platz zurück und liegt nun auf Platz 12. Der überdurchschnittliche Mietpreisanstieg in Moskaus Stoleshnikov zeichnet für diese Entwicklung verantwortlich. „Wir registrieren weiterhin eine lebhafte Nachfrage nach deutschen Top-Lagen“, so Inga Schwarz, Leiterin der Research-Abteilung von Cushman & Wakefield in Deutschland. „Nationale wie internationale Einzelhändler wissen die Stabilität und die Attraktivität unserer innerstädtischen Spitzenlagen gepaart mit überdurchschnittlicher Kaufkraft zu schätzen. Gegenüber dem Vorjahr können wir für die Top-Lagen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart sämtlich einen Anstieg der Spitzenmiete vermelden“.

Die teuersten Einkaufsstraßen  in Deutschland 2014

Stadt

Standort

Euro/m²/Monat

Berlin

Tauentzienstraße

295

Berlin

Kurfürstendamm

260

Berlin

Friedrichstraße

160

Dresden

Pragerstraße

115

Düsseldorf

Königsallee

275

Frankfurt

Zeil

310

Frankfurt

Goethestraße

240

Hamburg

Spitalerstraße

305

Hamburg

Mönckebergstraße

285

Hamburg

Neuer Wall

240

Köln

Schildergasse

290

Leipzig

Peterstraße

130

München

Kaufingerstraße

365

München

Maximilianstraße

275

München

Theatinerstraße

260

Stuttgart

Königstraße

270


Quelle: Main Streets Across the Word 2014/2015, Cushman & Wakefield


Schlüssel für weiteres Wachstum

Martin Mahmuti, Senior Investment Analyst bei C&W, sieht den Schlüssel für weiteres Wachstum in „dem Trend großer Einzelhandelsmarken, das Flagship-Store-Konzept neu zu definieren und mit Ladengestaltung, Angebot und Service zu experimentieren“. Das wirke sich weiterhin auf die großen Gateway-Märkte aus. Trotz der unsicheren wirtschaftlichen Situation in Teilen der Welt, speziell in Asien-Pazifik und der Eurozone, werde sich das Einzelhandelssegment weiter verbessern. „Toplagen bleiben begehrt, dienen sie doch der Markenpräsenz und der Schärfung des Markenprofils.“ Allerdings bleibe das Angebot begrenzt, konstatiert der Analyst. Das Wachstum des Onlinehandels, das die Polarisierung auf die größten und besten Einzelhändler vorantreibe, werde sich auf die Expansionsstrategien auswirken und seinen Einfluss auf lokale Märkte haben.  


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Das Foto senden wir Redaktionen auf Wunsch gerne in hoher Auflösung zu.