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Deutschland ist europäischer Hotspot für Lager- und Logistikflächen – Aussichten für 2016 weiter positiv

  • Take-up in Europa 2015 um 7 % auf 18 Mio. m2 gestiegen
  • Deutschland ist mit 6 Mio. m2 neu angemieteter Flächen Europas wichtigster Markt
  • Bis 2020 europaweit jährliche Wachstumsraten von 1,5 % für Spitzenmieten erwartet
  • Europäisches Transaktionsvolumen mit 21 Mrd. Euro 2015 fast so hoch wie im Rekordjahr 2014 

2015 hat sich der europäische Lagerflächenmarkt weiter positiv entwickelt – sowohl für Nutzer als auch für Investoren. Insbesondere Deutschland profitiert davon. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle europäische Lagerflächen-Report „Property Times – European logistics gaining momentum“ von Cushman & Wakefield.

Die Neuabschlüsse für Industrie- und Logistikflächen stiegen 2015 europaweit um 7 % auf 18 Mio. m2. „Dies ist ein neuer Rekord, zu dem nicht zuletzt der deutsche Markt mit einem Drittel des Vermietungsvolumens wesentlich beigetragen hat“, sagt Ursula-Beate Neißer, Leiterin Research bei Cushman & Wakefield in Deutschland. Insgesamt wurden in Deutschland rund 6 Mio. m2 Flächen neu vermietet oder zur Eigennutzung erworben, was ein Plus von 17 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Polen konkurriert mit 2,5 Mio. m2 mit Frankreich und Großbritannien um den zweiten Platz auf der europäischen Rangliste der größten Vermietungsmärkte. In den mittel- und osteuropäischen Ländern stieg das Vermietungsvolumen insgesamt auf den neuen Höchstwert von 4,7 Mio. m².
Auch der Investmentmarkt entwickelte sich 2015 erfreulich. Zwar wurde das Rekordergebnis von 2014 unterschritten, als das europaweite Transaktionsvolumen 22 Mrd. Euro erreichte, doch markiert der 2015er Wert von 21 Mrd. Euro das zweithöchste Transaktionsvolumen mit Logistik- und Industrieobjekten der letzten 15 Jahre. Dabei dominierte lokales Kapital mit 57% den Markt, wenngleich der Anteil grenzüberschreitender Investitionen seit einigen Jahren steigt und vor allem asiatische Investoren große Volumina erwerben. Großbritannien erwies sich mit einem Transaktionsvolumen von 7,9 Mrd. Euro als mit Abstand attraktivster Markt. Deutschland folgt mit 4,2 Mrd. Euro auf Rang zwei. Dabei entwickelte sich der deutsche Markt gegenläufig zum europaweiten Trend, denn die Käufe von Logistik- und Lagerobjekten stiegen um fast 20 %. Mehr als die Hälfte der Investitionen wurden von ausländischem Kapital getätigt. „Hier spiegelt sich die gute konjunkturelle Situation und vor allem das Vertrauen der Investoren in den deutschen Markt beeindruckend wider“, sagt Ursula-Beate Neißer. „Der Anteil grenzüberschreitender Investoren steigt seit einigen Jahren stetig.“

Vermietungsleistungen an Industrie- und Logistikflächen,
wichtigste europäische Märkte, Mio. m²

Lager und Logistik

Quelle: Cushman & Wakefield
*einschließlich Tschechien, Slowakei, Ungarn, Polen, Rumänien und Ukraine

Aussichten für 2016

Trotz der steigenden geopolitischen Risiken sind die Aussichten für den europäischen Lager- und Logistikflächenmarkt 2016 positiv. Enttäuschende Ergebnisse des verarbeitenden Gewerbes Ende des vergangenen Jahres wurden durch die starke Nachfrage der europäischen Verbraucher ausgeglichen. Auch für 2016 gehen die Wirtschaftsexperten von einem starken Inlandskonsum aus, der zusammen mit der weiter steigenden Bedeutung des Onlinehandels eine solide Basis für die Nachfrage nach Lagerflächen bilden wird.
„Allerdings zeichnet sich auf den europäischen Märkten zunehmend ein wachsendes Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage ab“, erklärt Magali Marton, Leiterin EMEA-Research bei Cushman & Wakefield. „Dies eröffnet Potenzial für höhere Mieten.“ Cushman & Wakefield prognostiziert, dass auf europäischer Ebene die Spitzenmieten für Lagerflächen um durchschnittlich 1,5 % pro Jahr in den nächsten fünf Jahren steigen werden. Peripheriemärkte, die während der Krise am meisten gelitten haben, werden die höchsten Preissteigerungen verzeichnen – mit Dublin an der Spitze, wo ein Anstieg um 5,3 % p.a. erwartet wird. Die Logistikmieten in Deutschland werden dagegen an der Spitze weitgehend stabil bleiben. Die föderalen Strukturen in Deutschland und das hervorragende Straßennetz bieten Nutzern in der Regel Möglichkeiten, auf Alternativstandorte auszuweichen.