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Faktor Wohlbefinden wird zum Muss auf dem gewerblichen Immobilienmarkt

Frankfurt, 26. Juli 2017 – Laut dem neuen Bericht „Well Workplace“ von Cushman & Wakefield profitieren Projektentwickler und Vermieter, die bei der Investition in Büroflächen das Wohlbefinden (Wellbeing) der Nutzer besonders berücksichtigen.

Der Bericht „Well Workplace“ identifiziert internationale Trends und Herausforderungen, mit denen Eigentümer und Nutzer von Büroflächen zukünftig durch den wachsenden Fokus auf Gesundheit und Vitalität der Mitarbeiter konfrontiert sein werden. Der Bericht kann hier heruntergeladen werden: http://cushwk.co/wellbeing

„Millennials“ haben höhere Erwartungen an ihren Arbeitsplatz

Ausgangsbasis für die Betrachtungen sind folgende zwei Beobachtungen: Die Kosten und Produktivitätsverluste, die Unternehmen aufgrund von arbeitsplatzbedingten Krankheiten zu tragen haben, sind international auf einem hohen Niveau und der Wettbewerb um die besten Köpfe verschärft sich signifikant. Die Generation der Millennials, die zunehmend das Arbeitsleben bestimmt, hat dabei – nicht zuletzt durch den technologischen Fortschritt befördert – völlig andere und durchaus höhere Erwartungen an die Arbeitswelt und an den Arbeitsplatz als die vorangegangenen Generationen. Gesundheit und Wohlbefinden sind hier wesentliche Aspekte und können durch entsprechende Bürolandschaften unterstützt und befördert werden.

Mit Wohlfühlatmosphäre zur Spitzenmiete

Gute Beleuchtung, effiziente Flächenplanung und der Einsatz von Pflanzen sind bewährte Instrumente, die dabei helfen, dass sich Mitarbeiter am Arbeitsplatz wohlfühlen und eine höhere Leistung erbringen. Auch der Vermieter hat einen wirtschaftlichen Vorteil und kann Preiszuschläge für Immobilien fordern, die Gesundheit, Wohlbefinden und Motivation der Arbeitsplatznutzer fördern. Laut einer Studie des Urban Land Institute sind zwei Drittel der Fachleute der Auffassung, dass Einrichtungen zum Zwecke des Wohlbefindens in einem Objekt einen direkten Einfluss auf die Vermarktung und die Wertschöpfung haben. Bei einer Befragung von 200 Gebäudeeigentümern in Kanada gab knapp die Hälfte der Befragten an, dass diese Flächen schneller vermietet wurden, und mehr als ein Viertel gaben an, Spitzenmieten zu erzielen.

Die Autorin des Berichts, Sophy Moffat vom EMEA Research & Insight Team von Cushman & Wakefield, sagt: „Auf dem gewerblichen Immobilienmarkt ist eine Berücksichtigung des Wohlbefindens keine Modeerscheinung, sondern eine überfällige Wertschätzung dessen, dass die Menschen die größten und wichtigsten Beitragsleistenden für den Unternehmenserfolg sind. Der Anspruch an die Immobilienwirtschaft insgesamt ist eindeutig: Die Planung und die Einrichtung von Arbeitsplätzen müssen sich ändern, um zukunftsfest zu werden.“

Prominente Beispiele, bei denen die Integration des Wohlbefindens in einem Gebäude bereits vollständig gelungen ist, sind bislang Einzelfälle. So ist beispielsweise im Edge in Amsterdam jeder Arbeitsplatz mit einem Sensor ausgestattet, der die Raumqualität misst, und die Arbeitsplatznutzer können via Smartphone-App u.a. Licht und Klima individuell regeln. In London entsteht mit 22 Bishopsgate ein Bürohochhaus, das u.a. mit attraktiven Treppenhäusern, Fitnessbereichen und einer Kletterwand die Bewegungsfreude der künftigen Nutzer bedienen will.

James Young, Head of EMEA Offices bei Cushman & Wakefield, fügt hinzu: „Große Technologieunternehmen sind die Vorreiter bei der Arbeitsplatzentwicklung. Sie haben als Erste erkannt, dass sie den Wettbewerb um die leistungsfähigsten und motiviertesten Mitarbeiter nicht zuletzt über eine attraktive und generationenadäquate Arbeitsplatzgestaltung gewinnen können. Wir sind der Auffassung, dass sich dieser Ansatz in der gesamten Wirtschaft ausbreiten wird, nicht zuletzt aufgrund seiner wirtschaftlichen Vorteile.“

 

Klassische Arbeitsplätze gehören der Vergangenheit an

Der Bericht stellt drei Thesen darüber auf, wie die Kenngröße Wellbeing die Immobilienwirtschaft zukünftig beeinflussen wird:

1) Die Position von Wellbeing-Beauftragten wird sich ausbreiten. Teilaufgaben von Personalabteilung und Facility Management werden künftig an Community Manager übertragen, die mithilfe von Analysetools, smarter Technologie und Kennzahlen die physikalische Umgebung an die Nutzer anpassen. Das Büro als abgeschlossene Einheit für einen bestimmten Nutzer wird abgelöst von durchlässigen Arbeitsplätzen für mehrere sich überlappende Organisationen. Aufgrund ihrer Funktionalität und ihres Beitrags sowohl zum Wohlbefinden des Nutzers als auch für den Unternehmenserfolg, rechtfertigen diese Arbeitsplätze einen Preisaufschlag.

2) Top-in-class Unternehmen werden Wellbeing-Gebäude bevorzugen. Besonders für Unternehmen im Wissensbereich werden Bürogebäude, die das Wohlbefinden fördern, bei der Mietentscheidung eine zentrale Rolle spielen. Mit fortschreitender Technologie steigt die Bedeutung und Werthaltigkeit des menschlichen Anteils an der Arbeit. Gleichzeitig werden Freelancer oder Schwarmarbeiter („Swarms“) zunehmend Vollzeitmitarbeiter ersetzen. Traditionelle lineare Karrieren werden durch Portfolios an Erfahrung ersetzt und Mitarbeiter werden sich gezielt entscheiden, wo und wie sie arbeiten wollen. Gesundheitsförderliche und intelligente Büroarbeitsplätze werden für die Spitzentalente zur obersten Priorität und damit unabdingbar für die Anmietungsentscheidung von führenden Unternehmen.

3) Die technischen Möglichkeiten werden Kennzahlen der Gesundheit und des Wohlbefindens verändern. Der technologische Fortschritt wird es künftig erlauben, dass die Auswirkungen von Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeiter auf die betriebliche Performance nicht länger erst rückwirkend analysiert werden, sondern künftig vorhergesagt werden können. So könnten beispielsweise permanente Gesundheits- und Wohlbefindensmessungen Krankheitstage vorhersagen und Unternehmen damit in die Lage versetzen, Kapazitätslücken frühzeitig zu steuern sowie die zukünftigen Krankheitskosten der Mitarbeiter zu berechnen.

Hier gelangen Sie zum Bericht Well Workplace