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Zum ersten Mal seit 2009 erreicht der Fair Value IndexTM ein marktgerecht bewertetes Niveau

  • Cushman & Wakefield analysiert 122 europäische Büro-, Einzelhandels- und Logistikmärkte und beurteilt 65 Märkte als marktgerecht bewertet, 30 als unterbewertet und 27 als überbewertet.
  • Logistikimmobilien stellen Investitionsmöglichkeiten dar und machen 17 der 30 unterbewerteten Märkte in Europa aus. Dazu gehören Barcelona, Madrid und Mailand.

London, 13. September 2017 – Der von Cushman & Wakefield vierteljährlich ermittelte Fair Value IndexTM, der 122 europäische Büro-, Einzelhandels- und Logistikmärkte untersucht, hat zum ersten Mal seit 2009 – also seit Beginn der Erholung der Immobilienmärkte nach der globalen Finanzkrise – ein marktgerecht bewertetes Niveau erreicht.

Insgesamt ging die Anzahl der unterbewerteten Märkte zwischen dem ersten und zweiten Quartal zurück. Aufgrund der rückläufigen Immobilienrendite verkleinerte sich der Abstand zwischen den marktgerechten und den prognostizierten Renditen im zweiten Quartal.

Im zweiten Quartal ist Moskau der Spitzenreiter unter den europäischen unterbewerteten Märkten und liegt auf Platz eins bzw. zwei in Bezug auf Einzelhandels- bzw. Büroflächen. Sofia (Büro), Dublin (Logistik) und Barcelona (Logistik) vervollständigen die ersten fünf Plätze. Großbritannien mit einer von 28 Städten (Büromarkt in Bristol) und Frankreich mit zwei von zehn Städten (Logistikmarkt in Paris und Marseille) weisen die geringsten unterbewerteten Märkte auf.

Überbewerteten Märkte in Europa sind zum Beispiel Istanbul (Büro), Genf (Büro), Mailand (Einzelhandel) und Rom (Einzelhandel). Hohe Renditen für Staatsanleihen in der Türkei drückten die markgerechte Rendite für Immobilien auf beinahe das Doppelte der prognostizierten Rendite. Die Spitzenrenditen für Einzelhandelsimmobilien in Rom und Mailand sind mit jeweils 2,75 Prozent niedrig, was dazu führt, dass diese Märkte relativ gesehen weniger attraktiv erscheinen.

Von den 122 Märkten bewertete Cushman & Wakefield 53 Prozent der Logistikmärkte als unterbewertet verglichen mit 14 Prozent der Büro- bzw. 14 Prozent der Einzelhandelsmärkte. Umgekehrt sind drei Prozent der Logistikmärkte überbewertet, verglichen mit 37,5 Prozent bzw. 16,5 Prozent der Büro- bzw. Einzelhandelsmärkte. Insgesamt zeigt die Studie eine breite Streuung über ganz Europa in der 15 Städte in elf verschiedenen Ländern unter den Top 20 der unterbewerteten Märkte liegen.

Betrachtet man den europäischen Markt auf regionaler Ebene, liegt das Gros der unterbewerteten Märkte mit einem Anteil von über 50 Prozent in Zentral- und Osteuropa. In Deutschland, den Beneluxländern und den Randbereichen des Euroraums ist das Verhältnis von marktgerecht bewerteten und unterbewerteten Märkten ausgeglichen.

Mark Unsworth, Head of EMEA Forecasting von Cushman & Wakefield, sagt: „Die neueste Studie zeigt, dass der Spielraum für Immobilienbewertungen im Core Marktsegment immer weiter eingeschränkt wird, da die Immobilienrenditen stetig fallen, was jedoch zu dem fortgeschrittenen Stand des Immobilienzyklus passt.“

Nichtsdestotrotz lassen sich immer noch Investitionsmöglichkeiten in Europa finden, insbesondere im Logistikbereich, der durch das kontinuierliche strukturelle Wachstum im E-Commerce angetrieben wird.

In geografischer Hinsicht bieten die Märkte in Zentral- und Osteuropa, Spanien und Deutschland die attraktivsten Investitionsmöglichkeiten, die von einer Kombination aus gesunden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie anhaltender Investorennachfrage befeuert werden.

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