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Hongkong teuerster Büromarkt weltweit – in London sinken die Kosten um 19 Prozent pro Arbeitsplatz

  • London fällt auf den zweiten Platz, bleibt mit 22.665 US-Dollar pro Arbeitsplatz aber doppelt so teuer wie Paris oder Frankfurt
  • Mietkosten für 100 Mitarbeiter in Hongkong entsprechen den Mietkosten für 300 Mitarbeiter in Toronto, 500 in Madrid und 900 in Mumbai
  • Die durchschnittlichen jährlichen Kosten pro Arbeitsplatz stiegen in den letzten 12 Monaten um 1,5 Prozent

London, 30. November 2017 – Laut einer neuen Studie von Cushman & Wakefield hat Hongkong das Londoner West End als teuersten Büromarkt abgelöst.

Der jährliche Office Space Across The World Report untersucht die Mietkosten von 215 Büromärkten in 58 Ländern weltweit. Das Ranking basiert auf den Mieten und Nebenkosten sowie der Arbeitsplatzdichte in neuen und kernsanierten Büroflächen.

In Hongkong führten der Flächenmangel und die starke Nachfrage von Unternehmen vom benachbarten chinesischen Mutterland zu einem Kostenanstieg um 5,5 Prozent auf 27.431 US-Dollar. Steigende Mieten haben zur Folge, dass sich immer mehr multinationale Unternehmen in dezentralen Standorten mit geringeren Mietkosten niederlassen. So können beispielsweise bei gleichen Mietkosten 100 Mitarbeiter in Hongkong, 300 in Toronto, 500 in Madrid und 900 in Mumbai untergebracht werden.

In London hingegen fielen die Kosten insbesondere wegen der Währungsabwertung seit 2016 um 19 Prozent auf durchschnittlich 22.665 US-Dollar pro Arbeitsplatz pro Jahr. Paris gehört trotz eines Kostenrückgangs zu den Top 10, obwohl dort die Kosten um die Hälfte geringer sind als in London. Die teuersten deutschen Städte sind München mit 9.784 US-Dollar auf Rang 17 der Welt und Frankfurt mit 8.427 US-Dollar auf Rang 25. Berlin (6.883 US-Dollar) steht auf Rang 43.

OSATW

Auf globaler Ebene stiegen die durchschnittlichen jährlichen Kosten pro Arbeitsplatz in den vergangenen 12 Monaten um 1,5 Prozent. Hauptverantwortlich dafür war die Entwicklung in Nord- und Südamerika und in der Region Asien/Pazifik mit einem Kostenanstieg von 4,2 beziehungsweise 3,4 Prozent. Die Region EMEA verzeichnete einen Rückgang von 1,3 Prozent. Währungsschwankungen verursachten einige der größten Änderungen in dem Ranking. Bei lokaler Kostenbetrachtung wird dieser Faktor in den kommenden Jahren für international agierende Unternehmen eine größere Rolle spielen als die Entwicklung der Immobilienmärkte.

Parallel zu den steigenden Mietkosten hat bei globaler Betrachtung auch die Belegungsdichte von Büroflächen mit Mitarbeitern im Jahr 2017 zugenommen. Arbeitgeber, insbesondere in den traditionellen „Power Cities“ wie beispielsweise New York, London, Tokio und Hongkong, wollen die steigende Anzahl an Mitarbeitern so effizient wie möglich unterbringen und damit den größtmöglichen Nutzen aus den gestiegenen Mietkosten erzielen.

Der Report benennt sich abzeichnendeTrends, die sich schon jetzt auf das Ranking der Büromärkte auswirken. Das rasante Wachstum der Technologiebranche hat eine neue Generation von Unternehmern hervorgebracht, die weniger mit den traditionellen globalen „Power Cities“ verwoben sind als Banken und Finanzinstitutionen. Durch neue Technologien ist es möglich, mit Laptop und Internetanschluss von überall aus zu arbeiten.

Die Autorin des Reports Sophy Moffat (EMA Research & Insight Team, Cushman & Wakefield) sagt: „Hongkong und London sind mit Abstand die teuersten Büromärkte. Allerdings beginnen im digitalen Zeitalter nachrangige Städte mit den etablierten Städten zu konkurrieren, was zu Zeiten der Industrialisierung nicht möglich war. So rücken neben den etablierten globalen Konkurrenzstandorten auch Städte wie beispielsweise Stockholm, Austin und Seoul in unserem Kostenranking immer weiter nach oben. Austin entwickelte sich in den letzten Jahren zu einer eigenen Hightech-Metropole und konnte in unserem aktuellen Ranking Platz 21 erobern mit Kosten, die immer noch 40 Prozent unter dem Niveau von Silicon Valley liegen.“

Nach dem Report wird es auf lange Sicht weltweit zu einer geographischen Umschichtung der Mietkosten kommen. Bis 2025 sollen über 45 Prozent von Unternehmen der „Fortune Global 500“ aus Schwellenländern kommen, verglichen mit nur 5 Prozent im Jahr 1990.