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Das Causeway Bay Viertel in Hongkong erobert sich die Spitzenposition als teuerster Einzelhandelsstandort der Welt zurück

Main Street Accross the World
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  • Nach spürbarem Mietpreisrückgang rutscht die Upper 5th Avenue in New York auf Platz zwei der teuersten Einkaufsstraßen weltweit.
  • Die New Bond Street in London ist teuerste Einkaufsstraße Europas und liegt weltweit auf Platz drei.
  • Die 30. Ausgabe der globalen Studie zu Top-Einkaufsstraßen beleuchtet neueste Trends der sich wandelnden Einzelhandelsbranche.

London/Frankfurt, 14. November 2018 – Laut Cushman & Wakefield verdrängt das Causeway Bay Viertel in Hongkong zum ersten Mal seit fünf Jahren die Upper 5th Avenue in New York von Platz eins als weltweit teuerste Einkaufsstraße in Bezug auf das Mietniveau.

Der jährliche „Main Streets Across the World“-Report von Cushman & Wakefield (aktuell die 30. Ausgabe) analysiert 446 der Top-Einkaufsstraßen weltweit und klassifiziert sie nach den Spitzenmieten.

Deutlich rückläufige Mieten in New York von 20.789 Euro pro Quadratmeter pro Jahr (Vorjahr: 27.719 Euro/Quadratmeter pro Jahr) führten dazu, dass die Upper 5th Avenue weltweit auf den zweiten Platz gedrängt wurde. Trotz eines leichten Rückgangs der Durchschnittsmieten konnte das Causeway Bay Viertel in Hongkong mit 24.679 Euro pro Quadratmeter pro Jahr den ersten Platz erobern. Die Londoner New Bond Street ist inzwischen die teuerste europäische Einkaufsmeile und rangiert weltweit auf Platz drei, mit einem auf Jahressicht stabilen Mietenniveau von16.114 Euro pro Quadratmeter, da die Einzelhändler im Luxus- und High-End-Bereich die britische Hauptstadt nach wie vor als Haupteinzelhandelsstandort betrachten.

Weiter in den Top 10 rangiert die Avenue des Champs Élysées in Paris auf Platz vier (14.035 Euro pro Quadratmeter pro Jahr) und die Via Montenapoleone in Mailand auf Platz fünf (13.545 Euro). Mit einer Durchschnittsmiete von 11.263 Euro pro Quadratmeter rangieren die Top-Einkauflagen im Stadtteil Ginza in Tokio zu den teuersten der Welt. Die Einkaufsstraßen in den Schwellenländern Afrikas und Lateinamerikas belegen mit Mieten von lediglich 185 bis 277 Euro pro /Quadratmeter pro Jahr die meisten Plätze am unteren Ende der Rangliste.

In der ersten Ausgabe des Main-Streets-Reports im Jahr 1988 war die East 57th Street in New York mit 3.927 Euro pro Quadratmeter die teuerste Einkaufsstraße der Welt. Seitdem ist Platz eins fest in der Hand von New York oder Hongkong. Nur die Ginza in Tokio konnte in den vergangenen Jahren ebenfalls schon Platz eins erobern.

Darren Yates, Autor des Reports und Head of EMEA Retail Research bei Cushman & Wakefield, sagt: „Der Appetit nach 1a-Einzelhandelsstandorten ist weltweit ungebrochen hoch und die Top-Einzelhändler nutzen diese Standorte als Teil ihrer Customer Experience.

Die globalen Trends sind nicht ganz einheitlich, dennoch gibt es gemeinsame Themen. Zu den wichtigsten gehören das anhaltende Wachstum des Online- beziehungsweise Omni-Channel-Handels sowie beträchtliche Investitionen in das Designkonzept der Verkaufsflächen. Zwar sind die digitalen Innovationen im Zusammenhang mit dem Online-Handel immer noch ein großer disruptiver Faktor im stationären Einzelhandel, können aber den Einzelhändlern auch helfen, ihre Kunden und deren Konsumverhalten besser zu verstehen und das Einkaufserlebnis individuell zu verbessern.“

Justin Taylor, Head of EMEA Retail bei Cushman & Wakefield, kommentiert: „Die Zukunftsaussichten für die Branche sind immer noch gut, dennoch bewegen wir uns in einer Phase des Umbruchs im Einzelhandel, mit einem deutlich spürbaren demografischen Wandel, sodass Geschäftsmodelle angepasst werden müssen. Der klassische Einzelhandel wird überleben, wird aber voraussichtlich nur noch einen kleineren Anteil des Mietermixes ausmachen. Selbst in den teuersten Einkaufsmeilen wird es zukünftig mit hoher Wahrscheinlichkeit gemischte Nutzungen mit Restaurants, Kindertagesstätten, Fitness und Dienstleistungen geben.

Folglich muss der klassische Einzelhandel neu dimensioniert und konzipiert werden. Dies zeigt sich vor allem in den USA und Großbritannien. Hier sind die Einzelhändler gezwungen, ihre Filialnetze umzustrukturieren und zu verkleinern, teilweise einhergehend mit einer Mietanpassung nach unten. Gleichzeitig sind dies aber auch Rahmenbedingungen, die neue interessante Einzelhandelsformate und -konzepte entstehen lassen können.

Top 10 der teuersten Einkaufsstraßen weltweit

*Hongkong ist eine Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China
**US$-€-Wechselkurs am 30.06.2018

Quelle: Cushman & Wakefield

Regionaler Überblick

Region EMEA
Europaweit sind im litauischen Kaunas die Einzelhandelsmieten mit 176 Euro pro Quadratmeter pro am günstigsten. Das stärkste Wachstum im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete die Rua de Santa Catarina in Porto mit einem Anstieg von 30,4 Prozent auf 905 Euro pro Quadratmeter. Der größte Mietrückgang um 24 Prozent auf 1.645 Euro pro Quadratmeter wurde in der Bagdat Caddesi in Istanbul beobachtet. Londons New Bond Street ist die teuerste Einkaufsmeile in der Region EMEA, und der Report zeigt, dass sich Nachfrage und Mieten in den wichtigsten Einkaufsstraßen der Stadt behaupten konnten. Vier der zehn europäischen Top-Städte befinden sich in Italien (Mailand, Rom, Venedig und Florenz). Deutschlands Top-Einkaufsstraße, die Kaufingerstraße/Neuhauser Straße in München, belegt im Europaranking Platz 10.

Region Amerika
In den USA haben sich eine Reihe großer Kaufhäuser verkleinert und ihre Flächen an das lokale Einzugsgebiet angepasst. Der Fokus wird auf den Kundenservice gelegt und nicht nur auf den reinen Produktabsatz. Die Lebensmittelbranche ist weiter auf Expansionskurs, allerdings mit dem Fokus auf „gesund, schnell und bequem". Generell gehören die US-Einzelhändler nach wie vor zu den innovativsten der Welt, deren führende Unternehmen die Zukunft des Einzelhandels prägen, indem sie ihr Warenangebot ausschließlich von App-Nutzern im lokalen Umfeld steuern lassen. Viele dieser Neuerungen werden in den nächsten Jahren zum Alltag im Einzelhandel gehören.

Das stärkste Mietwachstum in der Region Amerika verzeichnete die Alameda Lorena in São Paulo mit einem Plus von 62,5 Prozent (480 Euro pro Quadratmeter). Den größten Rückgang hingegen registrierte der Stadtteil Chevy Chase in Washington DC mit einem Minus von 33,3 Prozent (462 Euro pro Quadratmeter).

Asien-Pazifik-Raum
In China hat „New Retail", das Konzept der Integration von Online- und Offline-Handel, Big Data, Logistik und einer komplexen Lieferkette, die schnelle Expansion weiter vorangetrieben. Die Rolle des stationären Einzelhandels hat sich vom reinen Kundenservice und Produktabsatz zu einer integrierten Plattform gewandelt. Der klassische Einzelhandel erfüllt heute eine Vielzahl von Funktionen, darunter die Markenförderung, Erlebnisqualität für Kunden und den Produktabsatz, insbesondere bei Frischeprodukten.

Der Einzelhandelsmarkt in Hongkong hat sich im vergangenen Jahr erholt, was vor allem auf die wachsende Zahl chinesischer Touristen zurückzuführen ist. Durch die steigenden Touristenzahlen und die damit verbundenen steigenden Einzelhandelsumsätze, insbesondere in der Uhren- und Schmuckbranche, haben die Einzelhändler von Luxusmarken ihr Interesse an einem Wiedereintritt in den Markt bekundet, wenn sich an guten Standorten attraktive Chancen ergeben.

Die MTH Road im Stadtteil Ambattur in Chennais in Indien ist die günstigste Einkaufsstraße mit 139 Euro pro Quadratmeter pro Jahr. im Asien-Pazifik-Raum ist. Das größte Mietpreiswachstum von über 69 Prozent auf 582 Euro pro Quadratmeter verzeichnete die Stadt Makati (Metro Manila) in der Century City auf den Philippinen.

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