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Erneut starkes Endjahresergebnis für den Frankfurter Büromarkt

  • Büroflächenumsatz 2018 von rund 614.000 Quadratmetern mit zweithöchstem Ergebnis der letzten zehn Jahre
  • Erzielbare Spitzenmiete steigt leicht auf 42,50 Euro pro Quadratmeter und Monat
  • Leerstand im CBD sinkt unter die Vier-Prozent-Marke

Frankfurt, 8. Januar 2019 – Am Frankfurter Büromarkt wurden im Jahr 2018 rund 614.000 Quadratmeter Büroflächen umgesetzt. Auch wenn der Rekordwert des Vorjahres von knapp 730.000 Quadratmetern um 16 Prozent verfehlt wurde, ist es das zweithöchste Ergebnis der letzten zehn Jahre. Der zehnjährige Durchschnittswert von 473.500 Quadratmeter wurde um 30 Prozent übertroffen.

Marco Mallucci, Leiter Bürovermietung Frankfurt bei Cushman & Wakefield, sagt: „Der überdurchschnittlich hohe Flächenumsatz der letzten zwei Jahre ist keinesfalls durch einen kurzfristigen Trend getrieben, sondern wird sich bei stabiler positiver Wirtschaftslage als nachhaltig erzielbares Ergebnis für den Markt erweisen. Bislang sind die Entscheidungen bezüglich des Brexits immer noch in der Schwebe, sollte es zu keinem ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der EU kommen, ist auch 2019 wieder mit einem Jahresergebnis von bis zu 600.000 Quadratmetern zu rechnen.“  

Finanzsektor bestätigt seine Bedeutung am Markt 

Banken und Finanzdienstleister sind traditionell die stärksten Mietergruppen. Mit insgesamt knapp 123.000 Quadratmetern sind sie 2018 für 20 Prozent des Gesamtumsatzes verantwortlich. Zwei der drei größten Flächenabschlüsse des Jahres trugen dazu nicht unerheblich bei: Die Commerzbank unterzeichnete im dritten Quartal einen Vertrag für 36.100 Quadratmeter im Teilmarkt City-West, das Bankhaus Metzler mietete in Sachsenhausen ein Objekt mit 12.100 Quadratmetern im vierten Quartal. Die sonstigen unternehmensbezogenen Dienstleister erzielen mit 78.900 Quadratmetern einen Marktanteil von 13 Prozent. Knapp 53.000 Quadratmeter davon sind auf Anmietungen von Flexible-Workspace-Anbietern zurückzuführen. Deren Anteil am Gesamtumsatz stieg 2018 gegenüber dem Vorjahr um drei Prozentpunkte auf neun Prozent.

CBD ist umsatzstärkster Teilmarkt – Flächen unter 2.000 Quadratmetern generieren mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes

Das Hauptinteresse der flächensuchenden Unternehmen galt dem Central Business District mit seinen Teilmärkten Bankenviertel, Westend, City und Bahnhofsviertel, auf die etwa 40 Prozent des Vermietungsvolumens entfallen (227.800 Quadratmeter). Von Bedeutung waren darüber hinaus die Teilmärkte City-West mit 67.000 Quadratmetern Flächenumsatz und Niederrad mit 57.800 Quadratmetern.

Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen war auf der Suche nach Flächen unter 1.000 Quadratmetern, diese summierten sich bei 530 Abschlüssen auf rund 197.000 Quadratmeter. In der Größenkategorie zwischen 1.000 und 2.000 Quadratmetern wurden 85 Neuanmietungen mit insgesamt 137.000 Quadratmeter registriert.

Nur wenig Bewegung bei den Mieten

Die erzielbare Spitzenmiete stieg 2018 um ein Prozent auf 42,50 Euro pro Quadratmeter und Monat an. Vor allem für Flächen in den aktuell neu entstehenden Objekten im Bankenviertel werden Mieten im Spitzenbereich erzielt. Die über alle Neuabschlüsse am Frankfurter Markt gewichtete Durchschnittsmiete liegt für 2018 bei 20,60 Euro pro Quadratmeter und Monat. Gegenüber dem Vorjahr ist sie um 0,5 Prozent gestiegen.

Leerstand nähert sich kritischem Wert – angebotsseitig auch 2019 keine Entlastung zu erwarten

Der absolute Leerstand sank im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent auf 820.000 Quadratmeter. Die Leerstandsquote im Frankfurter Marktgebiet liegt nun bei sieben Prozent. Dieser Wert wurde das letzte Mal 2002 unterschritten. Marco Mallucci sagt dazu: „Für Frankfurter Verhältnisse bewegt sich die Leerstandsquote langsam auf einen kritischen Punkt zu. Im CBD hat sie mit aktuell 3,6 Prozent den kritischen Punkt sogar fast erreicht.“

Das Jahr 2018 brachte keine Entlastung im Flächenangebot. Insgesamt wurden Projekte mit 90.300 Quadratmetern Bürofläche fertiggestellt und damit 50 Prozent weniger Fläche als im zehnjährigen Durchschnitt von 181.500 Quadratmetern. Etwas mehr Fläche als 2018 dürfte 2019 bezugsfertig werden. Sollte es keine Verzögerung in der Baufertigstellung geben, werden bis zum Ende des Jahres 176.500 Quadratmeter Bürofläche fertiggestellt. Von diesen sind aktuell bereits 65 Prozent an Nutzer vergeben. Für Unternehmen, die sich kurzfristig für neue Flächen entscheiden wollen, bleibt das Angebot damit überschaubar, sodass angesichts einer robusten Nachfragesituation mit weiteren Mietpreissteigerungen gerade für topmoderne Büroflächen in zentralen Innenstadtlagen zu rechnen ist.

Entwicklungsgebiete machen Fortschritte

Neben der Entwicklung neuer Bürotürme im Bankenviertel starteten 2018 auch einige Projekte im Teilmarkt Europaviertel/Messe. Bis Ende des Jahres 2021 sollen dort der Büro- und Hotelturm One und vier weitere Büroobjekte entstehen. Die Vorvermietungsquote dieser fünf Objekte liegt bei 70 Prozent. Auch die Quartiersentwicklung Gateway Gardens am Frankfurter Flughafen kommt mit zwei neuen Büroobjekten im Bau weiter voran. Fortschritte macht das Pionierprojekt Lyoner Quartier. In dessen Rahmen soll die monofunktionale Struktur der Bürostadt Niederrad aufgelöst werden und durch Umnutzung leerstehender Bürogebäude und bauliche Nachverdichtung ein modernes und lebendiges Arbeits- und Wohnquartier entstehen. Dafür wurden in den Jahren 2017 und 2018 bereits rund 65.000 Quadratmeter Bürofläche vom Markt genommen. Die Attraktivität des Standorts hat sich durch die Neupositionierung des Teilmarkts gesteigert, was deutlich am Jahresumsatz 2018 von knapp 60.000 Quadratmetern abzulesen ist. Selbst wenn man die größte Anmietung des Jahres (Projektanmietung von Nintendo of Europe GmbH über 14.900 Quadratmeter) außer Acht lässt, liegt der Flächenumsatz im Teilmarkt Niederrad 2018 doppelt so hoch wie im Durchschnitt der letzten zehn Jahre.


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