Information zur Verwendung von Cookies

Diese Website verwendet Cookies, um unseren Service besser auf Ihre Wünsche ausrichten zu können.

Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden, wie es in unseren Cookies-Hinweisen dargestellt ist, einverstanden. Bitte lesen Sie unsere Cookie-Hinweise für weitere Informationen zu den von uns verwendeten Cookies sowie ihrer Entfernung oder Sperrung.

Top-5-Bürovermietungsmärkte: Insgesamt robustes Jahresergebnis trotz schwachem Jahresendquartal

Vergrößern

In den Top-5-Märkten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München fiel 2019 das Jahresendfeuerwerk beim Flächenumsatz aus:Insgesamt wurden im vierten Quartal mit 820.800Quadratmeter deutlich weniger Büroflächen neu umgesetzt als in den beiden vorangegangenen Quartalen und 16 Prozent weniger als im vierten Quartal 2018. Gleichwohl erreicht das Jahresergebnis mit rund 3,377 Millionen Quadratmetern fast das Vorjahresniveau (3,388 Millionen Quadratmeter) und macht 2019 damit zum drittstärksten jemals registrierten Büroflächenumsatzjahr.


Umsatzentwicklung unterscheidet sich auf den einzelnen Märkten

In der Individualbetrachtung der Top-5-Märkte zeigen sich beim Flächenumsatz unterschiedliche Tendenzen. Am Düsseldorfer Markt stieg der Flächenumsatz gegenüber dem Vorjahr um 35 Prozent und am Berliner Markt um 17 Prozent. Deutliche Einbußen verzeichneten dagegen der Münchner Markt mit minus 23 Prozent und –trotz eines im Jahresvergleich besseren vierten Quartals–der Frankfurter Markt mit minus zehn Prozent. Hamburg bestätigte knapp sein Vorjahresergebnis.


Insgesamt wurden 2019 in Berlin fast 1,017 Millionen Quadratmeter Bürofläche umgesetzt. Die Bundeshauptstadt rückt damit nahe an die Spitzenmarke von München aus dem Jahr 2000 heran (1,045 Millionen Quadratmeter) und bekräftigt eindrucksvoll ihre starke Stellung als Bürostandort. München bleibt 2019 mit 762.900 Quadratmetern zweitstärkster Markt in Deutschland, doch hat die bayerische Landeshauptstadt in der zweiten Jahreshälfte deutlich an Schwung bei den Neuverträgen verloren und im vierten Quartal mit 150.500 Quadratmetern ihren schwächsten Endquartalsumsatz seit 2010 verbucht. Ein kaum noch vorhandenes Angebot an modernen Flächen im Bestand und eine vergleichsweise moderate Fertigstellungspipeline für 2020 sowie 2021 dürften dämpfend auf Anmietungsvorhaben gewirkt haben. Frankfurt steht dank eines starken vierten Quartals (202.000 Quadratmeter) mit einem Jahresumsatz von 553.100 Quadratmetern auf dem dritten Platz, gefolgt von Hamburg, wo im Jahr 2019 insgesamt 538.800 Quadratmeter umgesetzt wurden. Damit hat die Hansestadt ihr Image als stabiler Markt bestätigt. Düsseldorf schließt das Jahr 2019 mit einem Flächenumsatz von 505.700Quadratmetern ab, dem besten Wert, der hier jemals registriert wurde.Das Ergebnis speist sich nicht zuletzt aus Großflächenanmietungen, die rund 33 Prozent zum Flächenumsatzbeitrugen. 


Mehr Großflächenabschlüsse – außer in München 

14 Großflächenabschlüsse im vierten Quartal erhöhten die Gesamtzahl der Neuverträge für Flächen ab 10.000 Quadratmeter für das Jahr 2019 auf insgesamt 47 (Vorjahreszeitraum: 37). Zusammen generierten diese Abschlüsse, ob als Anmietungen oder als Baustarts für die Eigennutzung, einen Flächenumsatz von rund 966.000 Quadratmetern, rund 300.000 Quadratmeter mehr als 2018. Expansionen und/oder die Zusammenlegung mehrerer Standorte in einem Gebäude, aber auch Neuansiedlungen und Interimsanmietungen im Zuge geplanter Kernsanierungen waren die Hauptgründe für die Dynamik. Relativ, das heißt in Bezug zum jeweiligen Gesamtumsatz, profitierten Frankfurt mit 35 Prozent und Düsseldorf mit 33 Prozent am stärksten, absolut wurden in Berlin die meisten Flächen mit Großabschlüssen umgesetzt, rund 307.000 Quadratmeter bei 14 Abschlüssen. München ist der einzige unter den Top-5-Märkten, an dem sowohl die Zahl der Großflächenabschlüsse wie auch die kumulierte Fläche dieser Abschlüsse im Vergleich zu 2018 zurückging und der Beitrag der Großflächen von 27 Prozent auf 20 Prozent sank. Die Mehrzahl der Großflächenabschlüsse betraf Flächen unter 20.000 Quadratmeter. Alle Abschlüsse von 30.000 Quadratmetern und darüber fanden in den ersten drei Quartalen statt, darunter die drei flächengrößten des Jahres: Amazon mietete mehr als 54.000 Quadratmeter im Entwicklungsprojekt Edge East Side in der Berliner Mediaspree an, die Stadt Hamburg unterschrieb einen langjährigen Mietvertrag über rund 52.000 Quadratmeter für die Universität Hamburg und in Frankfurt Niederrad mietete die DekaBank Deutsche Girozentrale gut 46.000 Quadratmeter.


Anbieter von flexiblen Büroflächen sichern sich weiterhin Flächen 

Anbieter flexibler Bürokonzepte bauten ihre Marktpräsenz in den Top-5-Märkten 2019 weiter aus. Doch war die Anmietungsdynamik angesichts der bereits vorhandenen Standorte in den Bürohochburgen und der zunehmenden Schwierigkeiten, weitere geeigneten Flächen zu finden, geringer als im Vorjahr, was sich vor allem in niedrigen Umsatzzahlen im vierten Quartal niederschlug (knapp 15.000 Quadratmeter). Mit 182.500 Quadratmetern für das Gesamtjahr 2019 lag der Flächenumsatz um 28 Prozent unter dem von 2018 (252.500 Quadratmeter).Die Zahl der Neuverträge sank um ein Drittel. Berlin als Start-up-Hochburg stand auch 2019 im Fokus. Hier wurden 18 Neuverträge über zusammen fast 66.000 Quadratmeter registriert. Sie sorgen für einen Anteil der Flexkonzepte am gesamten Büroumsatz in Berlin von rund sieben Prozent. Den höchsten Anteil am Gesamtumsatz erreichten die Flexkonzepte in Düsseldorf mit fast acht Prozent. Eine Großflächenanmietung von WeWork im dritten Quartal über knapp 22.000 Quadratmeter in den Herzogterrassen sorgte maßgeblich für dieses Ergebnis. In keinem anderen Markt gab es eine ähnlich große Anmietung, vielmehr lag der Schwerpunkt der Neuabschlüsse bei Flächen unter 3.000 Quadratmeter. 


Bauaktivitäten bei knapp 4,2 Millionen Quadratmetern –zwei Drittel davon in Berlin und München

Im Jahr 2019 wurden gut 963.000 Quadratmeter neuer und kernsanierter Büroflächen bezugsfertig. Zwar liegt das Fertigstellungsvolumen damit deutlich über den Werten der beiden Vorjahre (2018: 732.700 Quadratmeter; 2017: 696.200 Quadratmeter), doch konnte es die Nachfrage nach Flächen bei weitem nicht decken. Unternehmen wichen daher 2019 wie bereits in den Vorjahren auf die Voranmietung von Flächen in Objekten in Bau oder in sich erst im Planungsstadium befindlichen Flächen aus. Vor allem für Großflächengesuche waren Projekte häufig die einzige Alternative, seien es Neubauprojekte oder Altbestände, die für eine Kernsanierung mit Erweiterung geeignet sind. Insgesamt befanden sich zum Jahresende knapp 4,2 Millionen Quadratmeter im Bau, die im Verlauf der Jahre 2020 bis 2023 bezugsfertig werden soll. Doch sind diese Flächen bereits zu fast 60 Prozent vergeben, mit höheren Quoten für die Flächen, die bereits 2020 fertig werden und etwas niedrigeren Quoten für die Flächen, die nach 2020 bezugsfertig werden. Damit sind Unternehmen auch weiterhin dazu aufgerufen, sich frühzeitig mit möglichen Standortverlegungenzu befassen, um die angestrebten Flächen im Hinblick auf Lage und Qualität zum gewünschten Bezugstermin zu finden.


Berliner Spitzenmiete knapp unter dem Münchner Niveau –Berliner Durchschnittsmiete toppt alle anderen Märkte 

Die überdurchschnittlich hohe Nachfrage der letzten Jahre mit einer stark ausgeprägten Ausrichtung auf moderne Flächen einerseits und einem immer knapper werdenden Angebot andererseits hat sich auf allen Märkten in höheren Mieten niedergeschlagen. Dies gilt insbesondere für Berlin, wo die nachhaltig erzielbare Spitzenmiete seit September 2015 stetig von Quartal zu Quartal gestiegen ist, letztmalig im vierten Quartal 2019 um einen Euro (2,6 Prozent) und in den letzten zwölf Monaten um sechs Euro (18,2 Prozent) auf aktuell 39 Euro pro Quadratmeter und Monat. Damit liegt das Berliner Spitzenmietniveau 0,50 Euro pro Quadratmeter und Monat unterhalb der Münchner Spitzenmiete, die im vierten Quartal ebenfalls um einen Euro (drei Prozent) auf nun 39,50 Euro stieg. Im Vergleich zu vor zwölf Monaten liegt die Miete in München um vier Prozent höher. Teuerster Markt in Deutschland bleibt Frankfurt mit 45,00 Euro pro Quadratmeter und Monat und einem Mietanstieg von 2,00 Euro und sechs Prozent in den letzten zwölf Monaten. Die Hamburger Spitzenmiete stieg im Verlauf des Jahres 2019 dreimal, zuletzt im vierten Quartal um 1,25 Euro (fünf Prozent) und um sieben Prozent (2,00 Euro) in den letzten zwölf Monaten auf aktuell 29,00 Euro pro Quadratmeter und Monat.Das Düsseldorfer Spitzenmietniveau war im ersten Quartal 2019 um 0,50 Euro und zwei Prozent auf 28,00 Euro pro Quadratmeter und Monat gestiegen und bestätigte dieses Niveau im weiteren Jahresverlauf. Mietpreissteigerungen wurden auch außerhalb des Spitzenniveaus verzeichnet mit der Folge, dass die flächengewichteten Durchschnittsmieten in allen Märkten für 2019 höhere Werte erreichten als 2018. Dies gilt vor allem für Berlin. Hier stieg die Durchschnittsmiete um 5,30 Euro und 25 Prozent auf 26,10 Euro pro Quadratmeter und Monat an–der höchste Wert der deutschen Büromärkte. Zum Vergleich: In Frankfurt liegt der Durchschnittswert bei 21,25 Euro (plus drei Prozent), in München bei 19,95 Euro (plus sieben Prozent).


Ausblick 2020:Flächenumsatz dürfte sinken, Spitzenmieten haben Potenzial nach oben 

Christian Lanfer, Head of Office Agency Germany bei Cushman & Wakefield, kommentiert:„Für 2020 und 2021 rechnen die Experten nur mit einem geringen Wirtschaftswachstum von jeweils unter einem Prozent. Auch wenn die Herausforderungen vor allem im industriellen Sektor und im Warenexport liegen, so ist nicht gänzlich auszuschließen, dass es kurzfristig negative Rückkoppelungen in den Dienstleistungssektor gibt. Dem stehen auf der positiven Seite die durch die Digitalisierung möglichen neuen Business Opportunitäten gegenüber sowie Veränderungen in Geschäftsprozessen, die zusätzliches Personal erfordern und andere als die traditionellen Büroflächen, sei esin Bezug auf die Ausstattung oder das Makro-und Mikroumfeld. Wir erwarten, dass über die Top-5-Märkte hinweg ein Büroflächenumsatz von um die drei Millionen Quadratmeter erreichbar sein wird und dass angesichts eines knappen Angebots an modernen Flächen weiterer Spielraum für steigende Mieten besteht.“


Alexander Kropf, Head of Capital Markets Germany bei Cushman & Wakefield, kommentiert:„Deutsche Büroobjekte haben sich auch 2019 als hoch attraktives Investment bewährt. Insgesamt wechselten Büroobjekte für rund 39 Milliarden Euro den Eigentümer, mehr als jemals zuvor. Dabei nutzten heimische und internationale Investoren eine Vielzahl großvolumiger Anlagemöglichkeiten in den großen und mittleren Wirtschaftszentren ebenso wie Opportunitäten im Core plus und Value Add Sektor. Nicht zuletzt zogen attraktive innerstädtische Quartiersentwicklungen das Interesse von Investoren auf sich, bei denen sich die Büronutzungen mit arrondierten Nutzungen mischen. Die Spitzenrenditen für Prime Objekte blieben in München (2,50 Prozent) und Hamburg (2,90 Prozent) in den letzten zwölf Monaten stabil und sanken in Berlin um 20 Basispunkte auf 2,90 Prozent, in Frankfurt um 15 Basispunkte auf 2,75 Prozent und in Düsseldorf um zehn Basispunkte auf 3,20 Prozent.Da die Geldpolitik der Zentralbanken auch auf absehbare Zeit auf niedrige Zinsen aufgerichtet ist, werden Büroimmobilien als Anlageprodukt auch 2020 hoch im Kurs stehen. In Einzelfällen sind weitere Renditekompressionen möglich.“


Frankfurt am Main:Büromarkt hat die Erwartungen übertroffen

Mit einem Büroflächenumsatz von 553.100 Quadratmetern wurde 2019 am Frankfurter Büromarkt zwar kein neues Rekordergebnis erzielt, die Erwartungen wurden dennoch übertroffen. Das Ergebnis liegt zehn Prozent unter dem Vorjahreswert 2018 von 613.800 Quadratmetern, der zehnjährige Durchschnittswert von 483.300 Quadratmetern wurde um rund ein Viertel übertroffen.Pierre Nolte, Leiter Bürovermietung Frankfurt bei Cushman & Wakefield, dazu:„Die hohe Nachfrage am Frankfurter Büromarkt in 2017 und 2018 setzte sich ins Jahr 2019 fort und mündete vor allem im vierten Quartal in ein hohes Abschlussvolumen. Auch 2020 ist wieder mit einem Ergebnis von bis zu 550.000 Quadratmetern zu rechnen.“Die Zahl der Vertragsabschlüsse ist im Vergleich zu 2018 um zehn Prozent zurückgegangen: 589 Abschlüsse stehen 655 aus dem Jahr 2018 gegenüber. Ausnahme bildet das Größensegment ab 10.000 Quadratmeter, hier wurden mit elf Verträgen mehr als doppelt so viele wie 2018 unterschrieben, sieben erst im vierten Quartal 2019. Der größte Abschluss des Jahres bleibt die Projektanmietung der Deka-Bank über rund 46.200 Quadratmeter in Niederrad im zweiten Quartal.


Finanzsektor weiterhin bedeutendste Branche

Banken und Finanzdienstleister sind nach wie vor die stärkste Mietergruppe am Markt. Mit insgesamt knapp 161.000 Quadratmetern sind sie 2019 für rund 30 Prozent des Gesamtumsatzes verantwortlich. Fünf der elf größten Flächenabschlüsse des Jahres trugen dazu maßgeblich bei: Neben der Anmietung der Deka-Bank waren das ING-Diba AG, BNP Investment Partners, die Deutsche Bundesbank und die Landwirtschaftliche Rentenbank. Zusammen mieteten sie 113.000 Quadratmeteran. Mit etwas Abstand folgt die Branche Öffentliche Verwaltung und Bildung, die mit 90.000 Quadratmetern einen Marktanteil von 16 Prozent erzielte. Rund ein Drittel davon (27.000 Quadratmeter) sind auf die Anmietung des Behördenzentrums im Teilmarkt City-West zurückzuführen.


Deutlicher Anstieg der Spitzenmiete, Durchschnittsmiete geprägt durch Anmietungen außerhalb der Innenstadt

Die erzielbare Spitzenmiete stieg im Jahresverlauf 2019 um sechs Prozent bzw. 2,50 Euro pro Quadratmeter und Monat auf 45,00 Euro an. Begründet ist der Anstieg vor allem in der fortschreitenden Flächenverknappung des Angebotes im hochpreisigen Segment und in der Vielzahl von Vertragsabschlüssen in Premium-Projekten wie Frankfurt Four, Omniturm oder dem Marienturm. Im Vergleich zur Spitzenmiete ist die über alle Neuabschlüsse der letzten zwölf Monate gewichtete Durchschnittsmiete gemäßigter um drei Prozent bzw. 0,65 Euro pro Quadratmeter und Monat auf 21,25 Euro gestiegen. Trotz vieler Abschlüsse im hochpreisigen Segment im CBD (Central Business District) wurden die meisten Abschlüsse in den Teilmärkten außerhalb der Innenstadt wie der City-West, Niederrad und Eschborn registriert.


Fertigstellungen steigen, Leerstand stagniert

Nach den verhältnismäßig geringen Fertigstellungszahlen aus den Jahren 2017 und 2018 (durchschnittlich 86.600 Quadratmeter) wurden 2019 rund 125.000 Quadratmeter neuer oder kernsanierter Büroflächen bezugsfertig, die zum Zeitpunkt der Fertigstellung bereits zu knapp 80 Prozent vermietet waren. Für die kommenden Jahre sollte sich das Angebot an neuen Flächen allerdings etwas erhöhen.Bis 2023 befinden sich aktuell rund 497.000 Quadratmeter im Bau, von denen erst rund 60 Prozent an Nutzer vergeben sind.


Die Leerstandsquote sank im Vergleich zum Vorjahr nur gering von 7,0 auf 6,8 Prozent, da rund 30 Prozent der Neuabschlüsse in Projekten stattfanden und der Leerstand somit nicht tangiert wurde.


Pierre Nolte, Leiter Bürovermietung Frankfurt bei Cushman & Wakefield, dazu:„Auf Grund der erwarteten Fertigstellungen in den kommenden Jahren und der damit verbundenen Erhöhung des Flächenbestandes wird der Leerstand, trotz anhaltend hoher Nachfrage, voraussichtlich sein aktuelles Niveau bestätigen. Das Mietpreisniveau wird weiter steigen, wobei die Entwicklung im Vergleich zu den vergangenen drei Jahren etwas moderater ausfallen wird.“


Berlin: Büroflächenumsatz 2019 knackt die eine Million Quadratmeter Marke

Zum Ende des Jahres 2019 erreichte der Berliner Büroflächenumsatz einen neuen Rekord von 1.016.900 Quadratmetern.Die Leerstandsrate blieb im Jahresvergleich stabil niedrig bei 1,6 Prozent. Das Mietpreiswachstum setzte sich fort. Die Spitzenmiete stieg auf 39,00 Euro pro Quadratmeter und Monat, die gewichtete Durchschnittsmiete auf 26,10 Euro. Trotz einer sehr großen Projektentwicklungspipeline für die nächsten Jahre bleibt eine Entspannung auf dem Markt noch aus. Denn die Vorvermietungsquote für die 2020 beziehbaren Flächen in Projektentwicklungen liegt bereits jetzt bei 80 Prozent.


Noch nie wurde in Berlin so viel Bürofläche umgesetzt

Mit 1.016.900 Quadratmetern ist 2019 das stärkste Jahr aller Zeiten für den Büroflächenumsatz in Berlin. Gegenüber dem Vorjahr wurden 17 Prozent mehr umgesetzt, im Vergleich zum bisherigen Höchststand von 2017 (939.500 Quadratmeter) acht Prozent mehr. Vor allem das dritte Quartal war der bestimmende Umsatztreiber für 2019: 361.300 Quadratmeter wurden allein zwischen Juli und September vermietet.Der Jahresrekord kam in erheblichem Maße durch Anmietungen in Projektentwicklungen zustande;490.100 Quadratmeter wurden in diesem Segment umgesetzt und damit fast die Hälfte des Gesamtumsatzes. Allein auf große zusammenhängende Flächen von mehr als 10.000 Quadratmeter entfielen 255.200 Quadratmeter. Die größten Abschlüsse erfolgten alle im dritten Quartal: Amazon mit 54.500 Quadratmetern im EDGE East Side in der Mediaspree, die BIMA mit 30.900 Quadratmetern im B:HUB in der Mediaspree und SAP mit 29.800 Quadratmetern im QH Track in der Europacity. Hier zeigen sich die Schwerpunktbranchen auf der Nachfrageseite. Kathrin Hellwig, Leiterin der Bürovermietung bei Cushman & Wakefield in Berlin kommentiert:„Bei den Anmietungen in großen Projektentwicklungen dominieren in Berlin seit Jahren die Unternehmen aus der Tech-Branche, sowie die öffentliche Hand.Wir rechnen damit, dass sich dieser Trend auch im Jahr 2020 fortsetzen wird.“


Leerstand unverändert niedrig bei 1,6 Prozent

Der Anteil kurzfristig verfügbarer Flächen am Bestand blieb sowohl im Jahresvergleich als auch gegenüber dem Vorquartal wie erwartet unverändert bei sehr niedrigen 1,6 Prozent. Vor allem mangelt es an kurzfristig beziehbaren Flächen in den zentralen Bürolagen –nur 27 Prozent des Leerstandes befinden sich hier, das entspricht rund 81.500 Quadratmeter, die sich zudem auf kleine und mittelgroße Flächen beschränken.


Dagegen werden in den zentralen Lagen aktuell keine größeren zusammenhängenden Flächen im Bereich über 3.000 Quadratmeter angeboten. Diese Situation zwingt Unternehmen dazu, auf Projekte und andere Standorte auszuweichen.


Im Durchschnitt zahlen Unternehmen in Berlin die höchsten Neuvertragsmieten in Deutschland

Die nachhaltig erzielbare Spitzenmiete erreicht zum Abschluss des Jahres 39,00 Euro pro Quadratmeter und Monat (plus 18 Prozent gegenüber 2018). Im kommenden Jahr dürfte die Spitzenmiete vor dem Hintergrund des quasi leergefegten Marktes weiter steigen, die Geschwindigkeit des Mietpreiswachstums aber abnehmen.


Während die Berliner Spitzenmiete noch unter dem Niveau von München und vor allem Frankfurt liegt, hat sich die gewichtete Durchschnittsmiete in Berlin mit einem Plus von 26 Prozent zum Vorjahr auf aktuell 26,10 Euro pro Quadratmeter und Monat bereits weit abgesetzt. In keinem der anderen Büromärkte in Deutschland zahlten Unternehmen 2019 im Durchschnitt so viel Miete für Neuverträge wie in Berlin. Zum Vergleich, im zweitplatzierten Frankfurt liegt die Durchschnittmiete bei 21,25 Euro pro Quadratmeter und Monat.


Umfangreiche Projektentwicklungspipeline, aber hohe Vorvermietungsquote für 2020

Im Jahr 2019 wurden 268.100 Quadratmeter Bürofläche in Neubauprojekten und Kernsanierungsobjekten fertiggestellt. Dies ist ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr, liegt aber unter dem hohen Niveau um die Jahrtausendwende herum, als beispielsweise 378.000 Quadratmeter im Jahr 2000 fertiggestellt wurden. Auffällig waren 2019 die Bauverzögerungen. Am Anfang des Jahres waren noch 314.200 Quadratmeter zur Fertigstellung im Jahr 2019 geplant, von denen sich jedoch 15 Prozent nach 2020 verschoben. Auch in den kommenden Jahren dürfte die begrenzte Kapazität in der Baubranche ein limitierender Faktor für schnelle Baufortschritte bleiben.


Ein weiterer Effekt machte sich 2019 bemerkbar, welcher die Angebotsausweitung dämpfte: Im Jahresverlauf starteten viele auch umfangreiche Kernsanierungsprojekte, durch die sich temporär die nutzbare Bürofläche in der Stadt reduzierte. Beispielsweise wurden etwa 70.000 Quadratmeter im Cule Campus aus dem Bestand genommen.


In den Jahren 2020 bis 2023 ist die Fertigstellung von außergewöhnlich vielen Projektentwicklungen geplant. Im Jahr 2020 wird das Fertigstellungsvolumen voraussichtlich auf 634.200 Quadratmeter steigen und sich damit gegenüber 2019 mehr als verdoppeln. Durch die vielen kürzlich erfolgten Mietabschlüsse in Projektentwicklungen ist die Vorvermietungsquote hier aber bereits auf 80 Prozent gestiegen. Auf dem Markt für kurzfristig verfügbare Flächen wird also auch 2020 durch Neubau keine signifikante Angebotsausweitung erfolgen. Für Unternehmen, die erst später Flächen benötigen, ist das Angebot jedoch zum heutigen Zeitpunkt spürbar größer.Im Jahr 2021 sollen 954.900 Quadratmeter bezugsfertig werden, von denen sich 704.100 Quadratmeter bereits im Bau befinden. Die für 2021 geplanten Flächen sind noch zu 59 Prozent verfügbar, für die schon im Bau befindlichen sind es 54 Prozent. Für 2022 und 2023 sind Fertigstellungen in ähnlichem Umfang vorgesehen. Viele dieser Projekte sind noch nicht in Bau und noch ohne Vorvermietung. Es ist daher denkbar, dass ein Teil dieser Projekte bei ausbleibenden Vorvermietungen erst verspätet oder gar nicht realisiert wird.


Münchner Büromarkt: zwei Rekordjahre – jetzt bremst Angebotsmangel den Flächenumsatz

Das international tätige Immobilienberatungsunternehmen Cushman & Wakefield vermeldet heute die aktuellen Zahlen für den Münchner Büromarkt: Dieser schließt das Jahr 2019 enttäuschend schwach ab. Auf einen bereits geringen Flächenumsatz im dritten Quartal folgt ein Jahresendquartal, welches mit einem Flächenumsatz von 150.500 Quadratmetern das schwächste der letzten fünf Jahre ist. Durch das schwache zweite Halbjahr 2019 fällt der Flächenumsatz des Gesamtjahres deutlich unter das hohe Niveau der beiden Vorjahre, in denen noch jeweils knapp eine Millionen Quadratmeter Bürofläche umgesetzt worden waren.


Mit 765.900 Quadratmetern liegt das Ergebnis für 2019 nicht nur im Vergleich zum Vorjahr 2018 um 221.200 Quadratmeter beziehungsweise 22 Prozent niedriger, sondern verfehlt auch deutlich den durchschnittlichen Flächenumsatz der letzten fünf Jahre am Münchener Büromarkt in Höhe von 826.000 Quadratmetern. „Nach zwei Jahren auf historisch hohem Niveau ist der Flächenumsatz in der zweiten Jahreshälfte 2019 spürbar zurück gegangen und wirkt sich damit dämpfend auf den Jahresflächenumsatz aus“, so Hubert Keyl, Niederlassungsleiter Cushman & Wakefield am Standort München.

Zunehmende Anzahl an Eigennutzertransaktionen – nicht nur im großflächigen Größensegment

Der Rückgang des Flächenumsatzes zeigt sich 2019 über alle Größenkategorien hinweg – insbesondere jedoch bei Großabschlüssen über 10.000 Quadratmeter. Während 2018 in dieser Größenklasse noch 15
Vertragsabschlüsse für eine Gesamtfläche von 263.800 Quadratmetern registriert wurden, sind es im Jahr 2019 lediglich acht Deals mit einem Flächenumsatz von insgesamt 154.500 Quadratmetern. Gleichzeitig ist eine
Zunahme an Eigennutzertransaktionen am Münchener Büromarkt zu verzeichnen. Mit insgesamt 26 Eigennutzertransaktionen wurden gegenüber dem Vorjahr acht Deals mehr registriert. Bei Betrachtung der Eigennutzertransaktionen über 3.000 Quadratmeter macht sich ein noch deutlich größerer Unterschied bemerkbar. Hier wurden im Jahr 2019 insgesamt 13 Deals und damit die Hälfte aller Eigennutzertransaktionen registriert, während im Vorjahr lediglich eine der 18 Transaktion für eine Fläche von über 3.000 Quadratmeter stattfand. Auf die Größenklasse über 10.000 Quadratmeter fallen im Jahr 2019 insgesamt drei Deals, im Jahr 2018 wurde in dieser Größenklasse kein Eigennutzerdeal registriert. Der zunehmende Anteil an Eigennutzern an Großabschlüssen ist eine Folge der niedrigen Verfügbarkeit insbesondere an großen zusammenhängenden Flächen, weshalb Mietinteressenten auf Alternativen umsteigen müssen.


Spitzenmiete steigt auf 39,50 Euro pro Quadratmeter und Monat; Durchschnittsmiete steigt auf 19,95 Euro
Die Spitzenmiete für Büroflächen in der Isarmetropole steigt im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,50 Euro auf 39,50 Euro pro Quadratmeter und Monat. Das nur noch geringe Angebot an vakanten Büroflächen sowie die hohe Vorvermietungsquote haben nicht nur die Spitzenmiete steigen lassen, sondern die Mieten über den gesamten Markt und alle Gebäudeklassen hinweg. Folge davon waren steigende Durchschnittsmieten. Die gewichtete Durchschnittsmiete der letzten zwölf Monate liegt aktuell bei 19,95 Euro pro Quadratmeter und Monat. Allein in den letzten drei Monaten ist sie damit um 0,30 Euro gestiegen. 


IKT-Branche am nachfragestärksten; deutliche weniger Nachfrage von der öffentlichen Verwaltung
Bei Betrachtung der Branchenverteilung zeigt sich ein ähnliches Bild wie im Vorjahr. Die nachfragestärksten Branchen am Münchener Büromarkt sind Unternehmen aus der IT- sowie aus der Industriebranche. Auf die
Branche IKT/Online-Plattformen entfällt im Jahr 2019 in Summe ein Flächenumsatz von 205.000 Quadratmetern. Das entspricht einem Marktanteil von 21 Prozent. Der Schwerpunkt der Anmietungen der Branche liegt auf der Münchener Innenstadt, auf die 60 Prozent des Branchenumsatzes entfällt. Industrieunternehmen mieteten 2019 insgesamt 113.400 Quadratmeter an, elf Prozent am gesamten Flächenumsatz. Während im Vorjahr an dritter Stelle noch die Öffentliche Verwaltung stand, waren im Jahr 2019 Unternehmen aus der Immobilien- sowie der Medienbranche mit jeweils knapp 68.000 Quadratmeter Flächenumsatz und einem Marktanteil von jeweils sieben Prozent deutlich nachfragestärker. Die Öffentliche Verwaltung, welche im Vorjahr noch knapp 100.000 Quadratmeter Bürofläche angemietet hatte, mietete 2019 lediglich 39.400 Quadratmeter und hat damit einen Marktanteil von nur vier Prozent.

Flächenumsatz über alle Teilmärkte der Münchener Innenstadt hinweg rückläufig
Der Rückgang des Flächenumsatzes macht sich insbesondere in den innerstädtischen Teilmärkten bemerkbar: In der Innenstadt ist der Flächenumsatz im Vergleich zu 2018 von 525.500 Quadratmetern um 36 Prozent auf 336.000 Quadratmeter gesunken. Damit trägt die Innenstadt 2019 lediglich mit 44 Prozent zum Gesamtergebnis bei - gegenüber 53 Prozent im Vorjahr. Innerhalb der Innenstadt ist der Flächenumsatz am stärksten in der Innenstadt Ost rückläufig, wo er um 66 Prozent abnahm. Während 2018 noch 191.200 Quadratmeter Bürofläche vermietet wurden, waren es 2019 lediglich 64.800 Quadratmeter. Grund hierfür war insbesondere, dass es im nachgefragten Werksviertel nur noch wenige Flächen zur Anmietung gab, nachdem 2018 dort noch ein Flächenumsatz von 82.500 Quadratmetern registriert wurde. Im Jahr 2019 waren es dann nur noch 10.900 Quadratmeter. Auch in den anderen Teilmärkten innerhalb der Münchener Innenstadt zeigt sich ein Rückgang. Insbesondere Flächeninteressenten in der Altstadt leiden unter der geringen Flächenverfügbarkeit, weshalb hier im Jahr 2019 nur 32.900 Quadratmeter Bürofläche angemietet wurde. In den fünf Jahren 2014 bis 2018 wurde
hier noch durchschnittlich ein Flächenumsatz von knapp 60.000 Quadratmetern registriert. 


Die Flächenknappheit in der Innenstadt spiegelt sich auch im Anstieg der über alle Gebäudeklassen hinweg gewichtete Durchschnittsmiete der letzten zwölf Monate wider. Diese liegt nun bei 25,15 Euro pro Quadratmeter und Monat und ist gegenüber dem Vorjahreswert von 22,85 Euro pro Quadratmeter und Monat um 2,30 Euro beziehungsweise zehn Prozent angestiegen. Insbesondere die Innenstadt West, welche mit 132.500 Quadratmetern der nachfragestärkste Teilmarkt in der Innenstadt ist, verzeichnete einen starken Anstieg auf 27,55 Euro und hat die Innenstadt Ost (24,00 Euro pro Quadratmeter und Monat) damit nun überholt. Die gewichtete Durchschnittsmiete in der Innenstadt West ist innerhalb der letzten zwölf Monate um 5,00 Euro gestiegen und nähert sich damit nun der Durchschnittsmiete der Altstadt von 29,20 Euro pro Quadratmeter und Monat. Betrachtet man die Mietvertragsabschlüsse oberhalb der 30,00-Euro-Marke ist festzustellen, dass fast die Hälfte aller Anmietungen in dieser Preisklasse für Flächen in Objekten außerhalb der Altstadt abgeschlossen wurden. Das zeigt, dass es am Münchener Büromarkt inzwischen zur Normalität geworden ist, dass auch außerhalb der Altstadt hochpreisig vermietet wird. 


Im Gegensatz zur Innenstadt zeigt sich im Münchener Umland ein Anstieg des Flächenumsatzes. Hier wurden im Jahr 2019 in Summe 227.900 Quadratmeter Bürofläche angemietet, rund drei Prozent mehr als im Jahr 2018. Damit ist auch der Anteil am Gesamtergebnis gestiegen. Während im Vorjahr mit 22 Prozent noch weniger als ein Viertel des gesamten Flächenumsatzes am Münchener Büromarkt auf das Umland entfiel, sind es 2019 knapp 30 Prozent. Der Marktanteil befindet sich damit auf dem höchsten Niveau der letzten Jahre. 


Flächenknappheit wird am Münchener Büromarkt auch 2020 weiterhin anhalten
Trotz des niedrigeren Flächenumsatzes im Jahr 2019 bleibt die Vorvermietungsquote in den Büroprojekten hoch. Stand Ende 2019 sind bereits 78 Prozent des gesamten Neubauvolumens 2020 vorvermietet und damit nur noch 62.600 Quadratmeter verfügbar. Ein ähnliches Bild gilt auch für 2021. Dann werden voraussichtlich 588.700 Quadratmeter moderner Bürofläche fertiggestellt und auf den Markt kommen. Allerdings ist bereits jetzt mit 57 Prozent mehr als die Hälfte dieses Neubauvolumens vorvermietet. Dies und die Flächenknappheit an Bestandsflächen am Münchener Büromarkt werden auch in den nächsten Monaten dafür sorgen, dass keine Entlastung für Flächensuchende am Markt stattfinden wird.


Hubert Keyl, Niederlassungsleiter Cushman & Wakefield am Standort München, kommentiert: „Die Nachfrage am Markt trifft auf ein zu geringes Angebot an Büroflächen, die innerhalb der nächsten zwei Jahre verfügbar sind. Mietinteressenten sind daher sehr häufig gezwungen, sich mehr als zwei Jahre im Voraus mit der Suche nach neuen Flächen zu beschäftigen. Die Bereitschaft hierzu ist in Anbetracht sich eintrübender makroökonomischer Rahmendaten nicht mehr bei allen Branchen gegeben. Firmen aus dem Bereich Automotive beschäftigen sich zunehmend mit der Untervermietung ihrer Flächen. Im Gegensatz dazu ist der gesamte Technologiesektor ungebremst auf der Suche nach Flächen in Top-Innenstadtlagen und ist mangels Angebots gezwungen, in B-Lagen anzumieten. Erst 2021 und 2022, wenn eine Vielzahl an Projektentwicklungen realisiert wird, steht den Mietinteressenten wieder mehr Angebot zur Verfügung. Das Jahr 2020 wird daher keine Verbesserung des Jahresflächenumsatzes mit sich bringen.“


Düsseldorfer Büromarkt verzeichnet Rekordergebnis

Mit einem Büroflächenumsatz von knapp 506.000 Quadratmetern hat der Düsseldorfer Büromarkt – inklusive Ratingen und Neuss – 2019 das höchste je registrierte Gesamtjahresergebnis erzielt. Im Vergleich zum Vorjahreswert, der bereits nach dem dritten Quartal erreicht war, stieg der Flächenumsatz um rund 35 Prozent an. Neun Neuverträge für Büroflächen über 10.000 Quadratmeter wurden abgeschlossen, die zusammen über ein Drittel zum gesamten Flächenumsatz beitragen. Der bisherige Rekordwert aus dem Jahr 2007 von 490.000 Quadratmeter wurde um 16.000 Quadratmeter übertroffen.


Spitzenmiete bleibt konstant, Durchschnittsmiete steigt
Die erzielbare Spitzenmiete bestätigte am Jahresende das im ersten Quartal erreichte Niveau von 28,00 Euro pro Quadratmeter und Monat. Im Vergleich zum Jahresende 2018 ist sie 0,50 Euro beziehungsweise rund zwei Prozent höher. Angesichts des sinkenden Leerstands, vor allem im CBD (Central Business District), wird die Spitzenmiete auch 2020 weiter ansteigen. Die über alle Neuabschlüsse der letzten zwölf Monate gewichtete Durchschnittsmiete liegt für das gesamte Marktgebiet bei 16,65 Euro pro Quadratmeter und Monat und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 1,15 Euro erhöht. 


Vor allem großflächige Anmietungen in hochwertigen Neubauflächen sorgten für den deutlichen Anstieg der Durchschnittsmiete. Mit rund 105.000 Quadratmetern entfiel knapp 20 Prozent des gesamten Flächenumsatzes auf Neuanmietungen in Projektentwicklungen oder in Objekten, die einer Kernsanierung unterzogen werden.

Dazu zählen unter anderem auch die zwei größten Abschlüsse des Jahres. Die WPP Deutschland Holding GmbH unterschrieb im zweiten Quartal 2019 einen Vertrag über 36.800 Quadratmeter in der Projektentwicklung Mizal im Medienhafen. PricewaterhouseCoopers AG sicherte sich im dritten Quartal 2019 25.000 Quadratmeter im Neubauprojekt Eclipse im Teilmarkt Kennedydamm/Derendorf.

Bautätigkeit nimmt erst 2020 zu
Das Fertigstellungsvolumen und damit die Zufuhr neuer Flächen blieb 2019 moderat. Mit 96.500 Quadratmetern liegt das Fertigstellungsvolumen 2019 auf dem Niveau der Vorjahre 2017 und 2018, knapp zwei Prozent unter dem zehnjährigen Mittelwert. Für die kommenden Jahre 2020 und 2021 zeichnet sich ein deutlich höheres Volumen ab. Geplant ist die Fertigstellung von zusammen 275.000 Quadratmetern. Dennoch bleibt das moderne Flächenangebot zum kurzfristigen Bezug überschaubar. Von den Flächen, die 2020 bezugsfertig werden, sind aktuell bereits rund 60 Prozent vergeben und von den Flächen in Bau mit geplanter Fertigstellung im Jahr 2021 sind bereits 65 Prozent durch Nutzer gesichert. Insbesondere Unternehmen, die größere Flächen benötigen, müssen sich daher frühzeitig auf die Flächensuche begeben.


Erwartungen für 2020 sind positiv
Luisa Rotthaus, Leiterin der Bürovermietung Düsseldorf bei Cushman & Wakefield, erwartet nach dem Rekordjahr 2019 einen guten Start in das Vermietungsgeschehen 2020: „Zwar wurden viele der Großgesuche, die schon länger den Markt sondierten, noch im vierten Quartal abgeschlossen, doch stehen einige größere Abschlüsse aus, die im ersten Halbjahr 2020 finalisiert werden dürften. 2020 wird sich kaum ein so hoher Flächenumsatz erreichen lassen wie 2019. Wir erwarten dennoch eine starke Nachfrage und einen Umsatz, der den Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von rund 360.000 Quadratmetern deutlich übertreffen wird.“


Hamburger Büromarkt: solides Jahresergebnis des Flächenumsatzes, Spitzenmiete nähert sich der 30,00 Euro-Marke

Der Hamburger Büromarkt zeigt sich zum Jahresende erneut stabil und schließt mit einem Flächenumsatz in Höhe von 538.800 Quadratmetern ab. Damit ist der Flächenumsatz gegenüber dem Vorjahresergebnis um nur ein Prozent gesunken. Im Vergleich zum Fünf-Jahresdurchschnitt von 551.440 Quadratmetern befindet sich das Jahresergebnis 2019 nur um zwei Prozent darunter. Das Jahresendquartal war mit einem Flächenumsatz in Höhe von 104.300 Quadratmetern das vermietungsschwächste Quartal des Jahres. Im Vergleich zum Jahresendquartal 2018 zeigt sich ein Rückgang um 25.900 Quadratmeter beziehungsweise 20 Prozent. Insbesondere ein gutes erstes Halbjahr trug zum soliden Jahresergebnis bei.

Insgesamt wurden am Hamburger Büromarkt fünf Großabschlüsse in der Größenkategorie über 10.000 Quadratmeter registriert, die allesamt im ersten Halbjahr 2019 stattgefunden haben. Mit einem Flächenumsatz von 139.500 Quadratmetern trug die Größenklasse mit 26 Prozent zum Jahresergebnis bei. Die Stadt Hamburg tätigte mit ihrer Anmietung von über 52.000 Quadratmetern im Fernmeldeamt die größte Vermietung des Jahres. An zweiter Stelle folgt die Eigennutzertransaktion von Otto. Otto wird im Hamburger Osten den Otto-Campus mit rund 40.000 Quadratmetern beziehen.

Spitzenmiete nähert sich der 30,00 Euro-Marke, zunehmende Bereitschaft der Mieter mehr als 25,00 Euro pro Quadratmeter und Monat zu zahlen 

Am Hamburger Büromarkt zeigt sich eine zunehmende Bereitschaft der Flächeninteressenten, Mietverträge oberhalb der 25,00 Euro-Grenze abzuschließen. Während hier im letzten Jahr 15 Mietverträge abgeschlossenen wurden, waren es im Jahr 2019 in Summe 17. Im Vergleich zum Zeitraum 2015 bis 2017, in dem insgesamt 13 Mietverträge in diesem Mietpreissegment abgeschlossen wurden, ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. 

Die gewichtete Durchschnittsmiete der letzten zwölf Monate liegt Ende 2019 bei 17,35 Euro pro Quadratmeter und Monat und ist somit im Vergleich zum Vorjahreswert von 15,85 Euro pro Quadratmeter und Monat um 1,50 Euro gestiegen. Zusätzlich nähert sich die Spitzenmiete in Hamburg der 30,00 Euro-Marke. Gegenüber der Spitzenmiete des dritten Quartals 2019 von 27,75 Euro pro Quadratmeter und Monat steigt sie zum Jahresende auf 29,00 Euro pro Quadratmeter und Monat. Das entspricht einem Anstieg von 1,25 Euro beziehungsweise 4,5 Prozent innerhalb der letzten drei Monate. Tobias Scharf, Head of Office Agency Hamburg meint: „Büroflächen sind am Hamburger Markt hart umkämpft. Es ist keine Seltenheit, dass bis zu drei Nutzer in zentraler Lage dieselbe Fläche verhandeln. Das hat zur Folge, dass die Mietpreise oftmals durch die Eigentümer während des Verhandlungsprozesses angehoben werden sowie die ‚besten‘ Mieter ausgesucht werden können.“

Zentrale Lagen erhöhen Marktstellung, deutliche Zunahme des Flächenumsatzes in der HafenCity

Wie gewohnt verbuchten die Zentralen Lagen auch im Jahr 2019 das höchste Vermietungsvolumen. Insgesamt wurde hier ein Flächenumsatz in Höhe von 356.000 Quadratmetern und damit 17 Prozent mehr als im Vorjahr (303.800 Quadratmeter) angemietet. Damit steigerten die Zentralen Lagen ihren Anteil am Gesamtergebnis von 56 Prozent um zehn Prozentpunkte auf 66 Prozent. Innerhalb der Zentralen Lagen wurde in der City mit 117.200 Quadratmetern die meiste Bürofläche angemietet. Das entspricht einem Marktanteil am Gesamtergebnis der Zentralen Lagen von fast einem Drittel. Insbesondere in der HafenCity zeigte sich ein Anstieg des Flächenumsatzes. Gegenüber dem Jahresergebnis 2018 von 33.100 Quadratmetern wurde 2019 ein Flächenumsatz in Höhe von 66.800 Quadratmetern registriert, womit sich der Flächenumsatz innerhalb des letzten Jahres verdoppelt hat. Durch die Vielzahl an Projektentwicklungen in der HafenCity, speziell im Überseequartier, wie Iconic Tower und Waterfront Tower, wird auch die Nachfrage in der HafenCity in Zukunft weiterhin zunehmen.

Außerhalb der Zentralen Lagen war der Hamburger Osten am nachfragestärksten. Mit 63.700 Quadratmetern vermieteter Bürofläche und damit einem Anstieg um 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr wurde das beste Ergebnis der letzten Jahre registriert, wodurch der Hamburger Osten damit den Hamburger Westen (54.100 Quadratmeter) im Gesamtergebnis in der Hansestadt von Rang zwei auf drei verdrängt.

Bauaktivität auf Rekordniveau, Schwerpunkt Projektentwicklung in der City und HafenCity 

Mit 166.700 Quadratmetern liegt das Fertigstellungsvolumen am Hamburger Büromarkt um 18.200 Quadratmeter über dem Vorjahreswert. Ende 2019 befinden sich insgesamt 654.500 Quadratmeter im Bau, die innerhalb der nächsten vier Jahre fertiggestellt werden. Dadurch übertrifft das Projektvolumen den bereits hohen Vorjahreswert von 423.400 Quadratmetern um 231.000 Quadratmeter. Damit herrscht in Hamburg aktuell die höchste Bauaktivität für Büroimmobilien, die in den letzten Jahren registriert wurde. Bereits Ende 2019 sind jedoch 62 Prozent des Projektvolumens vorvermietet und stehen damit den Flächeninteressenten nicht mehr zur Verfügung. Der Großteil der Projekte wird in der Hamburger City und in der HafenCity entstehen. Insgesamt werden bis 2023 in beiden Teilmärkten knapp 280.000 Quadratmeter moderner Bürofläche fertiggestellt werden, die sich auf insgesamt 27 Projekte verteilen. Das entspricht knapp 42 Prozent des gesamten Neubauvolumens. „Außerdem rücken auch die Randlagen in den Fokus der Stadtplanung und der Entwickler. Profitieren werden davon bereits etablierte Standorte wie die City Süd, aber insbesondere auch ‚neue Standorte‘ in Randlagen wie in Bahrenfeld mit der ‚Science City‘ oder am Kleinen Grasbrook werden profitieren“, sagt Tobias Scharf.

„Verfügbare Büroflächen werden auch 2020 am Hamburger Büromarkt ein knappes Gut sein. Deshalb gehen wir davon aus, dass der Flächenumsatz in der ersten Jahreshälfte geringer ausfallen wird. Allerdings ist die Nachfrage weiterhin vorhanden und in Anbetracht der zunehmenden Flächenknappheit prüfen bereits einige Großnutzer Flächen mit einem Vorlauf von bis zu drei Jahren oder teilweise mehr, um sich einen geeigneten Standort zu sichern. Deshalb werden wir auch dieses Jahr wieder Abschlüsse oberhalb der 10.000 Quadratmeter sehen. Das hat zur Folge, dass sich der Flächenumsatz 2020 auf einem soliden Niveau befinden wird. Der weiterhin anhaltend geringe Leerstand wird sich auf die Mietpreisentwicklung auswirken. Wir rechnen damit, dass die Mietpreise in Hamburg weiterhin steigen, während die Incentives fallen werden. Die hohe Bauaktivität am Markt wird in den nächsten Jahren ein hohes Angebot an modernen Büroflächen schaffen, die insbesondere im Überseequartier oder im Elbbrückenquartier innerhalb der HafenCity auf den Markt kommen werden. Erst in den Jahren 2021 und 2022 könnte es dadurch zu einer Entspannung des Flächenmarktes kommen“, erklärt Tobias Scharf.

Der anhaltende Nachfrageüberhang spiegelt sich im Investitionsverhalten wider. Deutlich mehr als die Hälfte aller Transaktionen fanden im Bürosegment statt. Marc Rohrer, Head of Hamburg Office und Capital Markets Hamburg konstatiert, dass im Risikosegment Core+ auch im laufenden Jahr die meiste Musik spielen werde: „Nationale und internationale Investoren schätzen Hamburg für seinen äußerst stabilen Büromarkt und suchen dringend nach Investitionsmöglichkeiten. Neben den etablierten Teilmärkten City, HafenCity und City Süd, beobachten wir reges Interesse an nachhaltigen B- und C-Lagen Hamburgs.“